Sicherheitsbeamte in Schutzkleidung am Flughafen der Metropole Lagos.  | Bildquelle: AP

Auswärtiges Amt reagiert auf Epidemie Reisewarnung für Ebola-Länder

Stand: 06.08.2014 09:57 Uhr

Das Auswärtige Amt rät wegen der Ebola-Epidemie in Westafrika "dringend" von Reisen nach Sierra Leone, Liberia und Guinea ab. Außerdem sei es nicht auszuschließen, dass Ausreisemöglichkeiten aus diesen Ländern weiter beschränkt würden, heißt es in den aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweisen für die drei Länder. Trotz internationaler Bemühungen sei ein Ende der Ausbreitung nicht absehbar.

Die Fluglinie British Airways setzte wegen der Ansteckungsgefahr ihre Flüge von und nach Liberia sowie Sierra Leone bis Ende des Monats aus. Sierra Leone ist zusammen mit Guinea und Liberia bisher am stärksten von der Epidemie betroffen.

Acht neue Verdachtsfälle in Nigeria

Auch in Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, breitet sich das gefährliche Virus aus. Die dortigen Behörden meldeten acht neue Verdachtsfälle. Die Betroffenen hätten alle Kontakt mit einem Geschäftsreisenden gehabt, der per Flugzeug im Juli nach Nigeria gereist war und mittlerweile an Ebola gestorben ist. Infiziert wurde auch ein Arzt, der den Reisenden behandelt hatte. Nigeria hat mehr als 150 Millionen Einwohner, allein in der Metropole Lagos leben rund zehn Millionen Menschen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind inzwischen in Westafrika mindestens 887 Menschen an Ebola gestorben. Die Zahl registrierter Infektionen stieg auf 1603. Die Zahlen der WHO zeigen auch, dass sich die Epidemie innerhalb weniger Tage rasant ausgebreitet hat: Seit dem 31. Juli kamen 158 neue Todesfälle dazu.

Das Ebola-Virus löst eine infektiöse Fiebererkrankung aus, die von Blutungen begleitet wird. Es gibt kein Heilmittel, lediglich die Symptome der Patienten können behandelt werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. August 2014 um 17:00 Uhr.

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