Rodrigo Duterte

Duterte will sich persönlich entschuldigen Erst Papst-Beleidigung, dann Vatikan-Reise

Stand: 12.05.2016 09:02 Uhr

Acht von zehn Philippiner sind katholisch - trotzdem haben sie einen Präsidenten gewählt, der den Papst als "Hurensohn" bezeichnete. Jetzt hat Rodrigo Duterte angekündigt: Er will in den Vatikan reisen, um bei Franziskus persönlich "um Vergebung zu bitten".

Der neu gewählte philippinische Präsident Rodrigo Duterte will sich beim Papst für eine persönliche Entgleisung während des Wahlkampfes entschuldigen. Duterte war während des Papstbesuchs Anfang 2015 in Manila im Verkehr steckengeblieben. Er habe dem Papst damals sagen wollen: "Zisch' ab, Du Hurensohn", sagte der 71-Jährige während einer Wahlkampfveranstaltung.

Duterte habe sich bereits schriftlich entschuldigt, wolle aber nun auch noch in den Vatikan reisen, um "um Vergebung zu bitten", sagte sein Sprecher. Mehr als 80 Prozent der 100 Millionen Philippiner sind katholisch.

Der Politiker ist für seine vulgären Äußerungen bekannt. Im April sorgte er mit einem Witz über ein Vergewaltigungsopfer für Empörung. Menschenrechtsaktivisten machen ihn zudem für die Tötung Tausender Menschen verantwortlich. Im Wahlkampf hatte er angekündigt, Tausende "Kriminelle" hinrichten zu lassen.

Duterte war am Montag mit großer Mehrheit gewählt worden. Er tritt am 30. Juni sein Amt an.

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