Doping | Bildquelle: AFP

Nach WADA-Bericht Chef des Anti-Doping-Labors in Moskau tritt zurück

Stand: 11.11.2015 12:29 Uhr

Weitere Konsequenzen nach dem Doping-Skandal in Russland: Der Leiter eines Anti-Doping-Labors ist zurückgetreten. Er ist eine zentrale Figur in dem Fall und gab zu, 1417 Dopingproben beseitigt zu haben.

Nach dem großen Report der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA über das umfangreiche Dopingsystem im russischen Sport hat der Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors seinen Rücktritt erklärt. Das bestätigte Sportminister Witali Mutko der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS.

Der russische Sportminister Witali Mutko: Er bestätigte den Rücktritt des Laborleiters. | Bildquelle: AFP
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Der russische Sportminister Witali Mutko: Er bestätigte den Rücktritt des Laborleiters.

Gregori Rodschenkow ist eine der zentralen Figuren in diesem Skandal. Er gab laut WADA-Report zu, die Beseitigung von 1417 Dopingproben russischer Sportler angewiesen zu haben. Als erste Konsequenz aus diesem Skandal hatte die WADA seinem Labor am Dienstag die Zulassung entzogen.

Der Skandal hatte einen weiteren Rücktritt zur Folge: Nach seiner Suspendierung ist der frühere Leichtathletik-Weltverbandschef Lamine Diack als Ehrenmitglied des Internationalen Olympischen Komitees zurückgetreten. Der Senegalese soll Dopingfälle vertuscht und dafür hohe Summen kassiert haben.

Bach: "Russland wird kooperieren"

Was einen Ausschluss russischer Athleten von den kommenden Olympischen Spielen in Rio de Janeiro betrifft, will zumindest IOC-Präsident Thomas Bach nicht spekulieren. "Es gibt nun die Ermittlungen in der Leichtathletik, und der Weltverband wird seine Schlüsse daraus ziehen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen", sagte der 61-Jährige im neuseeländischen Fernsehen.

Bach ist zudem "überzeugt, dass Russland kooperieren wird, damit sich seine Athleten an die globalen Anti-Doping-Regeln halten werden. Das braucht es, um an den Olympischen Spielen teilnehmen zu können". Wegen der Dopingvorwürfe empfiehlt eine Kommission der WADA unter anderem den Ausschluss russischer Athleten von Olympia 2016.

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