Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Kleiner und umweltfreundlicher - so sollen die Autos der Zukunft sein. Auf der Autoshow in Detroit zeigen die Hersteller derzeit ihre neuen Modelle und blicken in die Zukunft: Ford setzt konsequent auf Kleinwagen und will 450 Millionen Dollar in Hybrid- und Elektroautos investieren.
Von Anna Engelke, NDR-Hörfunkstudio Washington, zzt. Detroit
[Bildunterschrift: Ford setzt konsequent auf Kleinwagen und will 450 Millionen Dollar in Hybrid- und Elektroautos investieren. ]
Die "Electric Avenue" ist eines der Highlights auf der Autoshow in Detroit, erzählt der Vizechef der Messe, Barron Meade: "Dort zeigen uns Elektroauto- und Batteriehersteller das Neueste aus ihrer Branche."
Die "Electric Avenue" mit ihren 20 Ausstellern ist neu in Detroit. Batteriebetriebene Fahrzeuge liegen im Trend, sie sind ein "Muss" für jede Automesse geworden. Im Keller der Autoshow können Besucher auf einem Öko-Parcours gesäumt von künstlichen Wasserfällen und Topfpflanzen mit einigen der Elektrofahrzeuge probeweise herumsurren. Manny Lopez interessiert das wenig: "Das Grüne ist nichts für mich. Ich mag Autos, die Menschen auch kaufen", sagt der Autoexperte der hiesigen Tageszeitung "Detroit News".
Damit trifft der Journalist einen wunden Punkt. Denn die batteriebetriebenen Fahrzeuge kann sich kaum einer leisten. Die Technik ist noch extrem teuer. Der Chevy Volt von General Motors, der Ende dieses Jahres in den USA eingeführt wird, soll 40.000 Dollar kosten. Viele Amerikaner geben üblicherweise gerade mal die Hälfte für ihr Auto aus. Für Manny Lopez sind deswegen auch nicht die Elektroautos die Geschichte, die er in diesen Tagen für seine Zeitung schreibt: "Die kleinen Autos sind die wesentliche Geschichte hier."
Fast jeder größere Hersteller hat inzwischen kleinere Autos im Angebot und zeigt sie dem Publikum. Von den drei US-Autobauern setzt Ford am konsequentesten auf "weniger ist mehr". In Detroit hat Ford jetzt der amerikanischen Öffentlichkeit den Fiesta als Neuheit vorgestellt. Bernhard Mattes, der Deutschland-Chef von Ford, ist stolz auf diese Entwicklung: "Freuen wir uns darüber, denn wir haben in Deutschland eine tolle Kleinwagen-Expertise aufgebaut, die wir in Europa genutzt haben, die wir auch in Asien nutzen und nun kommen wir damit auch nach Amerika."
Noch vor sieben Jahren lag der Marktanteil von kleineren und Kompaktfahrzeugen in den USA bei 21 Prozent. Inzwischen sind 32 Prozent erreicht. Tendenz: weiter steigend. Wie schnell die Gruppe der amerikanischen Kleinwagenfahrer größer wird, hängt vor allem von einer Entwicklung ab, meint Dieter Zetsche, der Vorstandschef von Daimler: "Was die Kunden angeht, ist nach wie vor zu beobachten, dass für den Amerikaner der Benzinpreis das 'A und O' ist. Wenn der rauf geht, kaufen sie kleinere Autos, wenn der runter geht, kaufen sie größere Autos."
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW