James C. Smith (Thomson Reuters ) und Gavin Patterson (BT Group) mit weiteren Teilnehmeren des World Economic Forums (WEF) in Davos | Bildquelle: REUTERS

Weltwirtschaftsforum in Davos Suche nach Lösungen für eine zerrissene Welt

Stand: 23.01.2018 09:26 Uhr

In Davos treffen sich ab heute mehr als 3000 Wirtschaftslenker, Politiker, Wissenschaftler und Vertreter der Zivilgesellschaft zum Weltwirtschaftsforum. Es wird vorbereitet, verhandelt und vernetzt, aber nichts entschieden.

Von Dietrich Karl Mäurer, ARD-Studio Zürich

Der Lärm von Schneefräsen bestimmt die Geräuschkulisse zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums. An den letzten Tagen ist in Davos eine Schneemenge gefallen, wie sie nur alle 20 Jahre beobachtet wird. Die Anreise der Teilnehmer in die in 1500 Metern gelegene Stadt wurde durch die Schneemassen deutlich erschwert.

Der gebürtige Deutsche Klaus Schwab hat mehr als 3000 "Macher" aus aller Welt nach Davos gelockt - "Stakeholder", wie er sie nennt. Sie sollen hier diskutieren und sich vernetzen. Beschlossen wird nichts: "Regierungen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft können die vielfältigen Herausforderungen, die wir auf der globalen Agenda haben, nicht allein bewältigen“, erklärt Schwab. "Wir brauchen gemeinsame Anstrengungen. Und Davos ist zum jährlich wiederkehrenden Gipfel der Stakeholder geworden."

Veranstaltungsort des Weltwirtschaftsforums in Davos (Foto: Mäurer)
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Schneemassen machen den Veranstaltungsort des Weltwirtschaftsforums noch schwerer zugänglich, als er ohnehin schon ist.

Große Fragen offiziell im Vordergrund

Ums Geschäftemachen oder zumindest Anbahnen geht es ganz sicherlich auch beim Weltwirtschaftsforum, das offizielle Programm zielt aber tatsächlich auf die offene Diskussion von Problemen - von Handel über Umweltschutz bis Terrorismus. Das diesjährige Treffen steht unter der Überschrift: Schaffen einer gemeinsamen Zukunft in einer zerrissenen Welt. 

Wachstum erreicht nur wenige

Was mit einer zerrissenen Welt auch gemeint ist, machte die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, gestern deutlich. Die Wirtschaft boomt weiter, so die Prognose des IWF, aber zu wenige können daran teilhaben: "Wir sollten uns durch die Stärke und das Wachstum ermutigt fühlen, aber wir sollten uns nicht zufrieden fühlen.  Es gibt immer noch zu viele Menschen, die von dieser Erholung und Beschleunigung des Wachstums ausgeschlossen sind. Tatsächlich ist bei rund einem Fünftel der Schwellen- und Entwicklungsländer, 2017 das Pro-Kopf-Einkommen zurückgegangen."

Auch internationale Manager sehen die Globalisierung mehr und mehr kritisch. Das ergab eine in Davos vorgestellte Umfrage der Unternehmensberatung PWC. Gleichzeitig sind sie aber so optimistisch wie nie.

Weltwirtschaftsforum in Davos
tagesschau 12:00 Uhr, 23.01.2018, Wolfgang Wanner, SWR

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Weltenlenker kommen nach Davos

Rund 70 Staats- und Regierungschefs werden am Weltwirtschaftsforum teilnehmen, unter anderem Kanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Kanadas Premier Justin Trudeau. US-Präsident Donald Trump, der am Freitag erwartet wird, sorgte im Vorfeld für die größte Aufmerksamkeit und eine Verschärfung der ohnehin enormen Sicherheitsmaßnahmen. Doch, so Einsatzleiter Walter Schlegel, die Details bleiben geheim.

Fakt ist: Kritische Demonstranten werden kaum eine Chance haben, auch nur in die Nähe des Davoser Kongresszentrums zu kommen. Sie kündigten an, virtuell gegen Trump zu protestieren.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Januar 2018 um 06:00 Uhr.

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