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Bei einer Explosion in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach Angaben des Staatsfernsehens 25 Menschen getötet worden. 46 Menschen seien verletzt worden. Bei den meisten Todesopfern handele es sich um Zivilisten. Dem Bericht zufolge sprengte sich ein Selbstmordattentäter im Viertel Maidan im Stadtzentrum in die Luft - in der Nähe einer Grundschule.
Agenturberichten zufolge galt der Anschlag offenbar einem Bus der Sicherheitskräfte. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder eines ausgebrannten Fahrzeugs, in dem die Ausrüstung für Sondereinsatzkräfte zu sehen war.
In dem eher konservativ geprägten Stadtteil hatten sich zuletzt die Proteste gegen Präsident Baschar al Assad ausgeweitet. Weil es Freitag sei, seien mehr Sicherheitskräfte in Maidan unterwegs als üblicherweise, sagten Anwohner der Nachrichtenagentur Reuters. Viele Straßen seien gesperrt. In der ganzen Stadt herrsche Nervosität.
Das Staatsfernsehen zeigte in einer Endlosschleife Bilder von schreienden Männern, die Leichenteile zeigten und islamistische Terroristen für die Tat verantwortlich machten. In Internetforen der Regimegegner hieß es, Assads Sicherheitsapparat habe den Anschlag verübt.
Der regierungsnahe private Fernsehsender Dunia berichtete, ein Team der Beobachtermission der Arabischen Liga habe sich zum Anschlagsort begeben. Die Beobachter sind derzeit in dem Land, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Sie sollen auch die Umsetzung eines Friedensplanes überwachen, der die Freilassung Tausender Häftlinge, den Rückzug der Armee aus den Städten und Gespräche zwischen Regierung und Opposition vorsieht.
Allein im vergangenen Monat wurden in Damaskus bei zwei Explosionen mindestens 44 Menschen getötet. Die Regierung sprach damals von Selbstmordattentaten auf Gebäude der Sicherheitskräfte.
In Syrien versammeln sich Regierungsgegner immer wieder zu Kundgebungen, häufig nach den traditionellen Freitagsgebeten. Auch heute gingen zehntausende Menschen auf die Straße. Sie warfen den Beobachtern der Arabischen Liga vor, das Blutvergießen bisher nicht gestoppt zu haben, und forderten eine Intervention der UNO. Allein auf dem Platz der Großen Moschee in Duma in der Region Damaskus demonstrierten nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte 50.000 Menschen. Demonstrationen gab es auch in weiteren Städten.
Seit zehn Monaten liefern sich Anhänger der Opposition, die von der Regierung als "Terroristen" bezeichnet werden, und Assads Sicherheitskräfte erbitterte Kämpfe. Seit Beginn des Aufstandes wurden nach UN-Angaben mehr als 5000 Menschen bei der Niederschlagung von Protesten getötet.
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