Wasserknappheit in Damaskus | Bildquelle: AFP

Armee kontrolliert Quelle Fließt bald wieder Wasser in Damaskus?

Stand: 28.01.2017 18:28 Uhr

Seit mehreren Wochen herrscht in Damaskus Wasserknappheit. Das Tal, aus dem ein Großteil des Trinkwassers für die Stadt kommt, war umkämpft. Jetzt melden mehrere Stellen übereinstimmend, dass die Regierungstruppen eine wichtige Quelle wieder unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Die syrische Regierung hat offenbar die wichtigste Wasserquelle für Damaskus wieder unter ihrer Kontrolle. Regierungstruppen eroberten den Ort Ain al-Fidscha im Barada-Tal, wie die Staatsmedien und oppositionelle Aktivisten übereinstimmend berichteten. Das Tal ist die Hauptquelle für Trinkwasser in Damaskus.

Wasserrationierung traf Millionen

Nach wochenlangen Unterbrechungen soll die Trinkwasserversorgung für mehr als 5,5 Millionen Menschen in der syrischen Hauptstadt Damaskus jetzt wiederhergestellt werden. Die Quelle im Tal war seit Weihnachten heftig zwischen Regime und Rebellen umkämpft. Sie wurde jahrelang von Rebellen kontrolliert. Die Unterbrechung der Wasserversorgung führte seit Jahresanfang zu Engpässen in Damaskus. Während der Gefechte hatten die fast fünf Millionen Einwohner ihr Wasser rationieren müssen.

Techniker sollen Versorgung wieder herstellen

Wie die Syrische Beobachtungstelle für Menschenrechte berichtete, trafen derweil Regierungseinheiten mit Technikern an der Pumpstation ein. Sie sollten das Werk binnen Tagen reparieren. Vor dem Eintreffen des Reparaturtrupps hatten sich Regierung und Rebellen den Menschenrechtsbeobachtern zufolge darauf geeinigt, dass die Aufständischen sich aus dem Gebiet zurückziehen. Das syrische Staatsfernsehen zeigte Bilder von wartenden Bussen, die Rebellenkämpfer aus Ain al-Fidscha bringen sollten.

Syrische Techniker sollen die Wasseranlage untersuchen | Bildquelle: AFP
galerie

Am Eingang des Ortes Ain al-Fidscha im Barada-Tal sollen Techniker die Wasseranlage untersuchen

Seit Wochen Kämpfe im Barada-Tal

Die Kämpfe im Barada-Tal hatten die seit dem 30. Dezember gültige Waffenruhe in Syrien in Frage gestellt. Auslöser waren Anschuldigungen der Regierung, die Rebellen in Ain al-Fidscha würden das Wasser für Damaskus vergiften. Die Oppositionskämpfer wiesen diese Behauptung zurück.

Die Vereinten Nationen betonten, Angriffe auf Wasserquellen stellten Kriegsverbrechen dar.

Darstellung: