Salvador Dalí  | Bildquelle: AFP

Ergebnis der DNA-Probe Dalí hatte keine Nachkommen

Stand: 06.09.2017 18:49 Uhr

Der wegen einer Vaterschaftsklage eigens aus dem Grab geholte spanische Maler Dalí hatte doch keine Nachkommen. Ein DNA-Abstammungstest habe ergeben, dass die Klägerin entgegen ihren Behauptungen keine Tochter des Künstlers sei, teilte Dalí-Stiftung mit.

In dem langjährigen Vaterschaftsstreit um Salvador Dalí haben Erbgut-Tests nun Klarheit geschaffen: Die 62-jährige Wahrsagerin Pilar Abel Martínez ist anders als von ihr behauptet nicht die Tochter des berühmten Malers, wie die Salvador-Dalí-Stiftung mitteilte.

Ende Juli war der 1989 verstorbene Surrealist exhumiert worden, um die DNA-Tests vorzunehmen. Bei einem positiven Ergebnis hätte Abel einen Anteil am beträchtlichen Erbe des Künstlers erstreiten können. "Die DNA-Tests beweisen, dass Pilar Abel nicht Dalís Tochter ist", teilte die Stiftung mit.

Die Salvador-Dalí-Stiftung war erfolglos gegen die Entscheidung einer Richterin vorgegangen, die bereits Ende Juni die DNA-Tests angeordnet hatte. Abel hatte schon vor mehreren Jahren einen Antrag auf einen Vaterschaftstest eingereicht. Ihren Angaben zufolge hatte ihre Mutter eine Liebschaft mit dem Künstler.

Die Gruft von Salvador Dalí im "Theater-Museum Dalí im spanischen Figueres. | Bildquelle: dpa
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Die Gruft von Salvador Dalí im "Theater-Museum Dalí im spanischen Figueres.

Erbe von beträchtlichem Wert

Das Erbe Dalís wurde in seinem Todesjahr 1989 auf 136 Millionen Dollar geschätzt, der Wert dürfte seither deutlich gestiegen sein. Aktuell gehört das gesamte Erbe dem spanischen Staat und wird von der Dalí-Stiftung verwaltet.

Der Surrealist Dalí wurde 1904 in Figueres geboren und starb dort im Alter von 84 Jahren. Er wurde auf eigenen Wunsch in Figueres in seinem "Theater-Museum Dalí" beigesetzt.

Seine Ehefrau, die "Gala" genannte Russin Elena Iwanowa Diakonowa, war jahrzehntelang als Muse an seiner Seite. Kinder hatte das Paar keine.

Bilder im Einzelwert von bis zu 16 Millionen Euro

Für sein Bild des französischen Dichters Paul Eluard zahlte ein anonymer Käufer vor sechs Jahren die Rekordsumme von umgerechnet 16 Millionen Euro. "Die Beständigkeit der Erinnerung", auch "Die zerrinnende Zeit" oder "Die weichen Uhren" genannt, das er 1931 mit 27 Jahren malte, ist Dalís wohl bekanntestes Gemälde. Es ist im New Yorker Museum of Modern Art zu sehen.

Dalís Gemälde des französischen Dichters Paul Eluard | Bildquelle: picture alliance / dpa
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Für Dalís Bild des französischen Dichters Paul Eluard zahlte ein anonymer Käufer vor sechs Jahren die Rekordsumme von umgerechnet 16 Millionen Euro.

Über dieses Thema berichtete am 06. September 2017 Inforadio um 19:03 Uhr und NDR Info um 20:00 Uhr.

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