Obama trifft Dalai Lama Gespräch hinter verschlossenen Türen

Stand: 22.02.2014 02:50 Uhr

US-Präsident Barack Obama hat trotz massiver Kritik aus China den Dalai Lama im Weißen Haus empfangen. Das Gespräch mit dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Um den Eindruck eines offiziellen Treffens zweier Staatsoberhäupter zu vermeiden, empfing Obama den Friedensnobelpreisträger zu einem privaten Gespräch im Map Room. Dieser Raum, wo einst Präsident Franklin Roosevelt während des Zweiten Weltkriegs auf Karten den Kriegsverlauf studierte, liegt neben dem Oval Office, wo der US-Präsident üblicherweise Staatspräsidenten und Regierungschefs empfängt.

Dalai Lama und Barack Obama im Weißen Haus | Bildquelle: dpa
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Dalai Lama und Barack Obama im Weißen Haus

Drittes Treffen der Friedensnobelpreisträger

In einer Erklärung des Weißen Hauses hieß es nach dem Treffen, Obama unterstütze die Verteidigung der Menschenrechte sowie den Erhalt der einzigartigen Religion, Kultur und Sprache in der autonomen Region Tibet. Die USA sehen Tibet als Teil Chinas und unterstützen tibetische Unabhängigkeitsbestrebungen nicht. Es war das dritte Treffen der beiden Friedensnobelpreisträger.

Das geistliche Oberhaupt der Tibeter lebt seit seiner Flucht aus China 1959 im Exil in Nordindien. Der 78-Jährige gilt weltweit als Ikone des friedlichen Kampfes für eine größere Autonomie der Tibeter in ihrer von China besetzten Heimat.

Chinas Regierung sieht ihn stattdessen als Separatisten und reagierte empört auf das Treffen im Weißen Haus. Die Regierung in Peking warf Obama eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas vor. Vize-Außenminister Yesui sagte, der Vorgang füge dem Verhältnis zwischen seinem Land und den Vereinigten Staaten ernsthaften Schaden zu.

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