Grenzkontrolle an der deutsch-dänischen Grenze | Bildquelle: AFP

Grenzkontrollen verlängert Dänemark folgt dem schwedischen Beispiel

Stand: 02.02.2016 15:58 Uhr

Die Dänen folgen dem Beispiel ihrer schwedischen Nachbarn und verlängern ihre Grenzkontrollen um 20 Tage. Die Regierung in Kopenhagen ist besorgt, weil in der Flüchtlingskrise die Aussetzung ihrer Grenzkontrollen zu einer "instabilen Situation" in dem Land führen könnte.

An der Grenze zu Dänemark wird es weiterhin nur schleppend vorangehen, denn Dänemark wird die bereits eingeführten Passkontrollen bis zum 23. Februar verlängern. "Die Verlängerung der Grenzkontrollen ist notwendig", sagte die dänische Integrationsministerin Inger Støjberg. "Ansonsten könnten wir eine sehr große Ansammlung von Flüchtlingen und Migranten in Dänemark zu sehen bekommen. Das könnte zu einer sehr instabilen Situation führen."

Die Verlängerung der Kontrollen sei eine direkte Reaktion auf die schwedische Maßnahme, die Passkontrollen an der Grenze zu Dänemark bis zum 8. Februar zu verlängern, führte Støjberg aus. Die schwedische Regierung hatte am 4. Januar Grenzkontrollen eingeführt und alle Verkehrsunternehmen dazu verpflichtet, Passagiere in Zügen, Bussen und Fähren zu überprüfen.

Die Öresund-Brücke zwischen Dänemark und Schweden | Bildquelle: picture-alliance / dpa
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Die Öresund-Brücke verbindet Dänemark und Schweden seit dem Juli 2000 miteinander. Seit dem 4. Januar kontrolliert die schwedische Regierung auch hier Einreisende aus Dänemark.

Dänemark fährt einen harten Kurs in der Asylpolitik

Noch am selben Tag hatte Dänemark mit stichprobenartigen Kontrollen an den Grenzübergängen zu Deutschland begonnen. Seit der Einführung der Kontrollen sind hier rund 120.000 Menschen überprüft worden.

Die Dänen fahren in der Asylpolitik einen harten Kurs. Schon in der vergangenen Woche hatte das Parlament in Kopenhagen die Asylgesetze stark verschärft. Danach können Asylbewerbern Gegenstände und Bargeld im Wert von mehr als 10.000 Kronen (rund 1340 Euro) abgenommen werden. Außerdem müssen manche Flüchtlinge länger auf den Familiennachzug warten als bisher.

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