Tor des KZ Dachau | Bildquelle: dpa

Gedenkstätte Dachau Gestohlenes KZ-Tor wohl in Norwegen

Stand: 02.12.2016 16:02 Uhr

Vor gut zwei Jahren haben Unbekannte von der KZ-Gedenkstätte Dachau das Tor mit der Aufschrift "Arbeit macht frei" gestohlen - nun ist es offenbar in Norwegen gefunden worden. Die Umstände sind noch unklar.

Seit dem 2. November 2014 haben Staatsanwaltschaft und Polizei nach dem gestohlenen historischen Eingangstor der KZ-Gedenkstätte Dachau gefahndet. Nun ist es vermutlich in Norwegen entdeckt worden. Die Polizei im norwegischen Bergen stellte nach einem anonymen Hinweis das Tor mit der zynischen Aufschrift "Arbeit macht frei" sicher. Das teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt mit.

Aufgrund von Fotos geht die Polizei davon aus, dass es sich "mit hoher Wahrscheinlichkeit" um das in Dachau entwendete Eisentor handelt. Nähere Umstände des Fundes würden derzeit länderübergreifend geklärt. Bei der Tür handelt es sich um die Originaltür des ersten von den Nationalsozialisten errichteten Konzentrationslagers. Der Schriftzug hingegen ist eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1965.

Vor gut zwei Jahren wurde das etwa hundert Kilo schwere schmiedeeiserne Tor von unbekannten Tätern aus der Verankerung gehoben und abtransportiert. Der Diebstahl sorgte international für Empörung. Im Rahmen der Fahndung war für Hinweise eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt worden.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 02. Dezember 2016 um 15:45 Uhr.

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