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Arbeitseinsatz auf dem Mars
"Curiosity" testet erstmals seinen Laser
Die Mars-Sonde "Curiosity" steht vor ihrem ersten Laser-Einsatz. Mit dem Strahl soll sie in der kommenden Nacht in einen Gesteinsbrocken ein kleines Loch brennen.
Derzeit testen die Wissenschaftler noch, ob alle Funktionen der "Curiosity" intakt sind, bevor die Sonde ihren fast zweijährigen Arbeitseinsatz auf dem Mars beginnt. Sie soll die Lebensbedingungen auf dem Planeten erforschen. Dazu hat die mit Atomantrieb ausgerüstete Sonde eine Reihe von wissenschaftlichen Geräten, Kameras und eine Wetterstation an Bord. Letztgenannte ermittelte jüngst einen Wert von knapp drei Grad Celsius.
Seit ihrer Landung vor knapp zwei Wochen hat "Curiosity" schon zahlreiche spektakuläre Bilder vom Roten Planeten geliefert.
Viele Wochen voller Premieren
In den nächsten Wochen werde es "viele erste Male für 'Curiosity'" geben, sagte NASA-Manager Mike Watkins bei einer Pressekonferenz der US-Weltraumbehörde in Pasadena.
So soll der Marsrover in ein paar Wochen seinen Landeplatz verlassen und losrollen. Damit dies klappt, werden die NASA-Experten in wenigen Tagen die Fahrtüchtigkeit des Forschungsroboters erstmals testen. Dazu soll der Rover die vier beweglichen seiner insgesamt sechs Räder erst einmal hin- und herwenden. Danach soll er ungefähr drei Meter vorfahren, sich um 90 Grad drehen, und dann zwei Meter zurücksetzen.
Das erste Mal, wenn sich der Rover wirklich bewegt, "wird etwas sehr Besonderes sein", sagte NASA-Manager Mike Watkins.
Die Forscher wissen schon, wo "Curiosity" (Neugier) hinrollen soll: "Glenelg" sei ein Punkt auf dem Mars, an dem drei verschiedene geologische Formationen zusammenstießen, sagte NASA-Manager John Grotzinger. Dort seien übereinandergeschichtete Felsschichten zu finden.
Die Fahrt nach Glenelg werde wahrscheinlich vier bis sechs Wochen dauern. Auf dem Weg soll der Rover bereits loses Gestein vom Boden aufsammeln und analysieren.
In Glenelg wird "Curiosity" - so der Plan - erstmals seinen Bohrer einsetzen. Einen Monat später soll der Rover zu einem mehr als 5000 Meter hohen Berg weiterfahren. Dort könnte er etwa gegen Ende des Jahres ankommen.
Stand: 18.08.2012 13:23 Uhr
