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Jubel bei der NASA
Amerika ist stolz auf "Curiositys" Mars-Landung
Als "beispiellose Leistung der Technologie" hat US-Präsident Obama die Mars-Landung des Roboters "Curiosity" gewürdigt. Die Mitarbeiter der US-Weltraumbehörde NASA jubelten, als sie um 7.32 Uhr MESZ die ersten Funksignale des Rovers erhielten. Viele Menschen im Land teilen die Freude.
Von Sabrina Fritz, ARD-Hörfunkstudio Washington
Präsident Barack Obama gratulierte den NASA-Mitarbeitern per Twitter: "Ich gratuliere allen Männern und Frauen, die diese bemerkenswerte Leistung Wirklichkeit werden ließen." In einer längeren schriftlichen Mitteilung sprach der Präsident von einem historischen Moment: "Diese Nacht erinnert uns daran, dass unsere Vormachtstellung auf der Erde und im Weltraum davon abhängt, dass wir in Technologie investieren."
Nicht nur im Weißen Haus, auch auf dem Time Square in New York und auf vielen Mars-Partys im ganzen Land sprangen die Menschen auf, als die NASA um 7.32 Uhr deutscher Zeit meldete: "Landung bestätigt."
Amerika ist stolz auf die Marslandung
S. Fritz, SWR Washington
06.08.2012 10:43 Uhr
Am lautesten war der Jubel im Kontrollzentrum der NASA im kalifornischen Pasadena. Die Ingenieure sprangen auf, fielen sich in die Arme. Viele weinten, als das erste Landesignal vom Mars kam.
Roboter "Curiosity" beginnt mit Arbeit auf dem Mars
tagesthemen 23:00 Uhr, 06.08.2012, Jochen Taßler, WDR
Eine Punktlandung Millionen Kilometer von der Erde entfernt
Wenige Minuten später sendeten die "Curiosity" dann auch schon die ersten Schwarz-Weiß-Bilder vom roten Planeten. "Es sind die schönsten Bilder vom Mars, die ich je gesehen habe", sagte ein NASA-Ingenieur.
Begeisterte NASA-Mitarbeiter feiern im NASA-Zentrum
S. Hasselmann, MDR Washington
06.08.2012 13:06 Uhr
Es war eine Bilderbuchlandung. Sieben Minuten hatte das Raumauto nach dem Eintritt in die Mars-Atmosphäre Zeit. Wenige Minuten, um die Geschwindigkeit von mehreren tausend Stundenkilometern auf Null abzubremsen. Dafür öffnete sich erst ein großer Fallschirm, dann zündeten die Bremsraketen und am Ende ließen Seile die "Curiosity" sicher auf den Mars hinunter - eine Punktlandung 500 Millionen Kilometer entfernt von der Erde.
Entsprechend stolz war der Direktor der NASA, Charles Bolden. "Absolut unglaublich, es hätte nicht besser laufen können", erklärte er und fügte hinzu: "Darum sind wir die NASA, wir mögen riskante Dinge wie diese."
NASA Animation zur Curiosity-Mission
06.08.2012, NASA
Ein Super-Labor auf sechs Rädern
Doch jetzt geht die Arbeit für das Raumfahrzeug erst richtig los. Die "Curiosity" soll Antworten liefern, ob es Lebensbedingungen auf dem Mars gibt.
Der Rover ist ein Labor auf sechs Rädern. Er kann Gesteinsproben aufnehmen und analysieren und soll sich vor allem auf die Suche nach Wasser auf dem Mars machen.
Darum ist "Curiosity" auch in einem Krater gelandet. Hier, so hofft man, ist am ehesten Wasser reingeflossen und man kann die verschiedenen Gesteinsschichten besser analysieren. "Es ist, als wenn man im Grand Canyon landet", so NASA-Direktor Bolden.
Obamas Vision: Menschen auf dem Mars
Die ganze Mission kostet 2,5 Milliarden Euro. Es ist nicht die erste Mars-Landung. Schon andere Raumfahrzeuge fahren auf dem Mars herum. Doch keines ist technisch so gut ausgerüstet wie "Curiosity". Der Rover ist eine Art Vorhut für den nächsten Schritt. Präsident Obama hat versprochen, er will noch erleben, dass Menschen auf dem Mars landen.
Stand: 06.08.2012 11:23 Uhr
