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Jubel bei der NASA
Roboter "Curiosity" auf dem Mars gelandet
Der Roboter "Curiosity" ist erfolgreich auf dem Mars gelandet. "Landung bestätigt", sagte ein Mitglied der US-Raumfahrtbehörde NASA im Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena. Die dortige Crew brach angesichts des mit Spannung erwarteten Ereignisses in Tränen aus. Die Mitglieder des Kontrollteams umarmten sich und verteilten "Mars"-Schokolade.
US-Präsident Barack Obama gratulierte via Twitter mit dem Worten: "Ich gratuliere und danke allen Männern und Frauen der NASA, die diese bemerkenswerte Leistung Wirklichkeit werden ließen."
Dass das riskante Landemanöver geglückt ist, stand um 07.32 Uhr MESZ und damit rund eine Viertelstunde nach der eigentlichen Landung fest.
Roboter ''Curiosity" landet erfolgreich auf dem Mars
tagesschau 9:00 Uhr, 06.08.2012, Alexandra Fleskes, WDR
Sieben Minuten lang leiden
Die Landephase bedeutete für die NASA-Ingenieure "sieben Minuten des quälenden Bangens", weil sie von der Erde aus nicht mehr eingreifen konnten. Das Manöver galt als höchst riskant. Ein Erfolg war nicht garantiert. Von zahlreichen Marsmissionen gelangen viele nicht.
Die Landung an sich war ein technisches Meisterwerk. Der Rover durchbrach die Atmosphäre um den Mars wie eine Wand. Der Hitzeschild musste eine Temperatur von 2000 Grad aushalten. In sieben Minuten musste der Roboter von 20.000 Kilometern pro Stunde auf Null gestoppt werden. Bei 1500 km/h öffnete sich ein Fallschirm, der den Rover abbremste. Bei 300 Stundenkilometern zündeten die Bremsraketen und verringerten weiter die Geschwindigkeit. Kurz bevor "Curiosity" auf dem Boden aufsetzte, fuhren drei Nylonseile aus, die "Curiosity" eine sanfte Landung auf dem Mars bescherten.
Das sechsrädrige Fahrzeug mit einem Gewicht von 900 Kilogramm soll zwei Jahre lang den Mars nach Hinweisen auf die Existenz von Wasser und damit der Grundlage für Leben auf dem Roten Planeten erforschen.
Für diese Mission, die fast 2,5 Milliarden Dollar kostet, ist der Roboter sehr gut ausgestattet. Zwölf Kameras sind eingebaut sowie eine Mikrowelle, um Gesteinsproben zu schmelzen. Aus Deutschland stammt ein Messgerät, das die Strahlenbelastung anzeigt. Fünf Kilogramm Plutonium sorgen für den Antrieb.
Stand: 06.08.2012 09:55 Uhr
