Infantin Cristina

Spanische Infantin Freispruch für Cristina - Haft für ihren Mann

Stand: 17.02.2017 13:40 Uhr

Die spanische Infantin Cristina, Schwester von König Felipe, ist in einem Prozess um Steuerbetrug für nicht schuldig befunden worden. Ihr Mann hingegen wurde zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Beide müssen nun eine hohe Geldstrafe bezahlen.

Die spanische Infantin Cristina ist vom Vorwurf der Beihilfe zum Steuerbetrug freigesprochen worden. Das geht aus der Urteilsschrift des zuständigen Gerichts in Palma de Mallorca hervor. Ihr Ehemann, der ehemalige Handball-Profi Iñaki Urdangarin, wurde schuldig gesprochen und zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt, zitierte die Zeitung "El País" die Urteilsschrift.

Insgesamt waren in der Finanzaffäre rund um die vermeintlich gemeinnützige Stiftung "Nóos" 17 Verdächtige angeklagt. Ob Urdangarin sofort ins Gefägnis muss, war noch nicht klar. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm die Veruntreuung von sechs Millionen Euro Steuergeldern sowie Betrug, Geldwäsche und Urkundenfälschung vorgeworfen.

262.000 Euro Strafe trotz Freispruchs

Cristina, die 51-jährige Schwester von König Felipe und Nummer sechs der spanischen Thronfolge, war Mitglied im Nóos-Vorstand. Während des mehr als fünfmonatigen Prozesses hatte sie stets betont, in finanziellen Dingen vollkommen ihrem Mann vertraut zu haben. Trotz des Freispruchs müsse Cristina eine Geldstrafe von 262.000 Euro bezahlen, Urdangarin sei zu einem Bußgeld von 512.000 Euro verurteilt worden, hieß es.

Für Urdangarin ist der Prozess noch glimpflich ausgegangen: Die Anklage hatte fast 20 Jahre Haft gefordert. Es war das erste Mal, dass eine direkte Angehörige der Royals vor Gericht stand.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 17. Februar 2017 um 14:15 Uhr.

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