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Die Bergungsmannschaften haben ihre Arbeit am Wrack der havarierten "Costa Concordia" wegen schlechten Wetters unterbrochen. Die Taucher stellten am Morgen ihre Suche nach weiteren Todesopfern vorübergehend ein, nachdem sich das Schiff innerhalb von sechs Stunden um 3,5 Zentimeter bewegt hatte. Den Behörden zufolge ist die Gefahr allerdings gering, dass das Wrack des Kreuzfahrtschiffs vor der italienischen Insel Giglio in tiefere Gewässer abrutscht.
Das Abpumpen des Öls aus den Tanks der "Costa Concordia" wurde bereits gestern verschoben. Die Arbeiten sollten nach den neuen Planungen erst Mitte der kommenden Woche beginnen, sagte ein Sprecher des niederländischen Bergungsunternehmens Smit. Bis Dienstag sei schlechtes Wetter vorhergesagt.
Man wolle nicht riskieren, dass durch den Seegang Schläuche abgerissen werden und so Öl ins Meer fließt, sagte er. Die Arbeitsplattform, die Smit am Rumpf des Wracks festgemacht hatte, löste sich durch den Wellengang bereits teilweise von dem Wrack. Das Unternehmens ließ sie in den Hafen schleppen, wo sie bleiben soll, bis das Wetter besser wird. Die "Costa Concordia" hat noch mehr als 2300 Tonnen Treibstoff an Bord. Um die Gefahr einer Umweltkatastrophe zu bannen, soll er abgepumpt werden. Dies könnte zwischen drei Wochen und einem Monat dauern.
Unterdessen veröffentlichte das italienische Fernsehen RAI Bilder von der Arbeit der Taucher im Schiffswrack, die am Samstag aufgenommen worden waren. Sie geben einen Einblick in die schwierige Arbeit der Bergungsteams unter Wasser. Noch immer gelten 16 Menschen als vermisst. Bislang wurden 17 Tote geborgen. Fünf von ihnen wurden als deutsche Staatsbürger identifiziert. Die "Costa Concordia" hatte mehr als 4200 Menschen an Bord, als sie vor mehr als zwei Wochen vor der italienischen Insel Giglio auf einen Felsen fuhr. Das Schiff kippte zur Seite und ging teilweise unter.
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