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Zwei Wochen nach der Havarie der "Costa Concordia" sind zwei weitere Todesopfer identifiziert worden, darunter auch eine Frau aus Deutschland. Taucher bargen zudem die Leiche einer weiteren Frau. Damit stieg die Zahl der Toten auf 17. Das Abpumpen des Treibstoffs wurde verschoben.
Von Tilmann Kleinjung, ARD-Hörfunkstudio Rom
Die italienischen Behörden und die Identifizierungskommission des Bundeskriminalamts konnten erneut einer Toten, die vor einigen Tagen aufgefunden wurde, einen Namen zuordnen. Es handelt sich um eine deutsche Staatsbürgerin. Das bestätigten das Auswärtige Amt und die Präfektur in Grosseto. Damit steigt die Zahl der identifizierten deutschen Todesopfer auf fünf. Sieben weitere werden immer noch vermisst.
[Bildunterschrift: Im Außenbereich der "Costa Concordia" wurde das 17. Todesopfer entdeckt. ]
Die Taucher bargen im Lauf des Tages auf Deck 6 zudem eine weitere Leiche, das insgesamt 17. Todesopfer. "Das ist ein Teil, den wir neu untersucht haben", erklärte Luca Cari, der Sprecher der Feuerwehr auf Giglio. "Es handelt sich um einen Balkon im Außenbereich des Schiffes." Die Frau trug keine Schwimmweste. Der Zivilschutz geht davon aus, dass es sich um ein Besatzungsmitglied handelt, das es nicht mehr rechtzeitig geschafft hat, vom sinkenden Schiff zu kommen.
Während Taucher und Feuerwehrleute weiter nach Todesopfern in der "Costa Concordia" suchen, mussten die Vorbereitungsarbeiten für die Bergung des Öls unterbrochen werden. Der hohe Wellengang sei für die Arbeiter zu gefährlich gewesen, sagt Max Iguera von der Firma Smit, die mit dem Abpumpen des Treibstoffs beauftragt wurde. Die Wetterbedingungen haben sich drastisch verschlechtert. Wegen der hohen Wellen sind die Arbeiter nicht mehr in Sicherheit", betonte er. "Die am Schiff befestigte Plattform wurde entfernt, die Arbeiter sind in den Hafen zurückgekehrt."
Da die Wettervorhersagen nichts Gutes verheißen, kann mit dem Abpumpen des Treibstoffes vermutlich erst Mitte der kommenden Woche begonnen werden. An vier von sechs Tanks im Heck der "Costa Concordia" konnten die Taucher der Firma Smit bereits Ventile anbringen. In diesen Tanks befinden sich zwei Drittel der 2400 Tonnen Treibstoff, die noch an Bord sind.
Bei der Höhe der geforderten Entschädigung für die 3200 Passagiere des am 13. Januar havarierten Kreuzfahrtschiffes scheint es nach oben kaum Grenzen zu geben. Sechs Passagiere haben in den USA Klage eingereicht. Die Kläger fordern fast 348 Millionen Euro Schadenersatz vom Mutterkonzern der "Costa"-Reederei. Die Reederei hatte zuvor Passagieren je 14.000 Euro Entschädigung angeboten.
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