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23.02.2012

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17. Todesopfer auf der "Costa Concordia" geborgen
Nach Schiffsunglück vor Giglio

17. Todesopfer auf der "Costa Concordia" geborgen

Die Suche nach den Vermissten auf der "Costa Concordia" wird fortgesetzt. Rettungskräfte bargen am Mittag eine weitere Leiche. Damit erhöht sich die Zahl der Todesopfer als Folge des Schiffsunglücks auf 17. Auf die Reederei kommt derweil eine Klage auf Schadenersatz in Millionenhöhe zu.

Von Tilmann Kleinjung, ARD-Hörfunkstudio Rom

Am Mittag haben Rettungskräfte eine weitere Leiche bergen können. Es soll sich italienischen Medien zufolge um eine Frau handeln. Sie trug keine Schwimmweste und wurde von den Tauchern an Deck 6 gefunden. Sie ist das 17. Todesopfer der Havarie der "Concordia". Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte unterdessen, dass ein weitere Todesopfer aus Deutschland identifiziert wurde, es ist das fünfte. Sieben Deutsche gelten noch als vermisst.

Die Costa Concordia (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Die "Costa Concordia" liegt vor der Insel Giglio. ]
Bislang will niemand für die Katastrophe die Verantwortung übernehmen. Die Verantwortlichen an Bord der "Costa" schieben sich die Schuld gegenseitig in die Schuhe. Bei seiner Aussage vor der Staatsanwaltschaft hat der Erste Offizier der "Concordia", Ciro Ambrosio, Kapitän Francesco Schettino schwer belastet. Er habe den Kapitän gewarnt: "Wir sind zu nah an der Küste." Dann habe Schettino das Steuer der "Costa" übernommen und auch noch die Geschwindigkeit erhöht.

Schadenersatz-Klage in Millionenhöhe

Für die "Costa"-Reederei und deren amerikanischen Mutterkonzern "Carnival" könnte dieses falsche Manöver teuer werden: Sechs Passagiere haben in den USA Klage eingereicht. Die Kläger fordern fast 348 Millionen Euro Schadenersatz. Die Reederei hatte gestern den Passagieren eine Entschädigung von etwa 14.000 Euro angeboten.

Die Vorbereitungen für das Abpumpen des Öls wurden derweil unterbrochen. Bei Wellen mit mehr als einem Meter Höhe sei das aus Sicherheitsgründen nötig, erklärte ein Verantwortlicher. Die Plattform, von der aus die Experten der Firma Smit die Arbeiten am Wrack durchführen, wurde aus Sicherheitsgründen von der "Concordia" getrennt.

Dossier:

costa concordia (Foto: dpa)
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Stand: 28.01.2012 15:23 Uhr
 

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