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Die "Costa"-Reederei entschädigt Passagiere der verunglückten "Concordia" mit 14.000 Euro. Das Angebot gilt für alle 3206 Passagiere an Bord. Einige von ihnen wollen dennoch vor Gericht ziehen. Die Hinterbliebenen der Opfer und die Verletzten sollen gesondert entschädigt werden.
Von Tilmann Kleinjung, ARD-Hörfunkstudio Rom
Passagiere, die die Havarie der "Costa Concordia" unverletzt überstanden haben, können mit einem Schadensersatz von etwa 14.000 Euro rechnen. Auf diesen Betrag einigten sich in der Nacht italienische Verbraucherschutzverbände mit der "Costa"-Reederei. Der Betrag setzt sich zusammen aus etwa 3000 Euro für den Reisepreis und die Rückreisekosten und einer Entschädigung von 11.000 Euro. Laut der italienischen Zeitung "La Repubblica" gilt dieses Angebot für alle 3206 Passagiere der "Concordia", also auch für Deutsche.
Die Entschädigung von Personen, die beim Untergang Verletzungen erlitten oder Angehörige verloren haben, wird individuell geregelt. Etwa 50 Passagiere aus Italien und auch aus Deutschland haben sich für eine rechtliche Klärung der Entschädigungsfrage entschieden. Sie wollen in der kommenden Woche eine Sammelklage einreichen, die sich nicht nur gegen den Kapitän der "Concordia" richtet - auch die "Costa"-Reederei soll zur Verantwortung gezogen werden.
Am Morgen wurden die Bergungsarbeiten auf der Insel Giglio wieder aufgenommen. Auch die Vorbereitungen für das Abpumpen des Öls laufen auf Hochtouren. Möglicherweise kann schon heute damit begonnen werden, die 2400 Tonnen Öl aus dem Wrack zu bergen. Das wäre einen Tag früher als erwartet.
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