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Nach dem Unglück der "Costa Concordia" ist ein dritter Toter als Deutscher identifiziert. Das bestätigte das Auswärtige Amt dem ARD-Hörfunkstudio in Rom. Damit gelten nun noch neun Deutsche als vermisst. Einige Decks können vermutlich aufgrund der Schräglage des Schiffs gar nicht abgesucht werden.
Von Stefan Troendle, ARD-Hörfunkstudio Rom
Drei der bisher insgesamt 16 Toten stammen aus Deutschland. Das bestätigte das Auswärtige Amt dem ARD-Hörfunkstudio in Rom. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Damit gelten noch neun weitere Deutsche als vermisst. Einige von ihnen könnten unter den restlichen fünf schon geborgenen Toten sein, die noch identifiziert werden müssen, oder unter den 16 Personen, die noch im Wrack vermutet werden. Marinetaucher hatten heute weitere Zugänge in den Rumpf der "Costa Concordia" gesprengt - wieder in Höhe des dritten Decks. Dort war die bisher letzte Tote gefunden worden.
[Bildunterschrift: Die Suche nach den Vermissten geht weiter. ]
Der Chef des italienischen Zivilschutzes, Franco Gabrielli, bestätigte auf einer Pressekonferenz, dass einige Decks und Kabinen für die Helfer nicht zugänglich sind. Das erste und das zweite Deck des Schiffs könne man vermutlich aufgrund der Schräglage der "Costa Concordia" gar nicht absuchen. Da die Tauchgänge im Inneren des Schiffswracks enorm gefährlich seien, müssten die Taucher zudem viel Zeit aufwenden um überhaupt ins Innere zu gelangen - für die eigentliche Suche hätten sie dann umso weniger Zeit.
In einem von der Staatsanwaltschaft mitgeschnittenen Telefonat ist bekanntgeworden, dass der Kommandant der "Costa Concordia" zugegeben hat, das Schiff verlassen zu haben, als es immer mehr in Schräglage geriet. Bisher hatte er behauptet, er sei in ein Rettungsboot gefallen. Kapitän Francesco Schettino beschuldigt in diesem nach seiner Verhaftung geführten Gespräch auch die Reederei, ihn zum nahen Heranfahren an die Insel genötigt zu haben. Der Chef der ins Zwielicht geratenen Costa-Reederei bestreitet dies allerdings.
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