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Ausland
Costa Concordia (Foto: REUTERS)
Zwei weitere Leichen in der "Costa Concordia" entdeckt
Rettungsarbeiten an der "Costa Concordia"

Zwei weitere Leichen im Wrack entdeckt

Die Rettungskräfte haben in der "Costa Concordia" zwei weitere Frauenleichen entdeckt. Über ihre Identität ist noch nichts bekannt. Damit sind bislang 15 Todesopfer bestätigt - etwa 18 Menschen werden noch vermisst. Ab heute soll das Öl des Schiffs abgepumpt werden.

Von Stefan Troendle, ARD-Hörfunkstudio Rom

Die Bergungstaucher an Bord der "Costa Concordia" haben zwei weitere Leichen gefunden. Das bestätigte der Chef des italienischen Zivilschutzes, Franco Gabrielli. Die Zahl der Toten steigt damit auf 15 - acht Opfer konnten bisher identifiziert werden. Bei den jetzt entdeckten Opfern handelt es sich um zwei Frauen, die im überfluteten Internetcafé des Unglücksschiffs auf dem vierten Deck gefunden wurden. Heute morgen hatten Kampftaucher unter Wasser dort erneut eine weitere Öffnung in den Rumpf gesprengt, um bisher nicht zugängliche Bereiche des Wracks durchsuchen zu können.

Audio: Costa Concordia: Zwei weitere Tote geborgen

AudioStefan Troendle, ARD-Hörfunkstudio Rom 23.01.2012 17:22 | 1'33
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Bis zu 18 weitere Tote werden noch im Wrack vermutet. Unter den Opfer sind vermutlich auch zwölf Deutsche.

Gabrielli präzisierte auch seine Aussagen, an Bord des Unglücksschiffs könnten blinde Passagiere gewesen sein. Er sagte, es gebe lediglich Meldungen aus Ungarn, dass eine nicht erfasste Frau als Begleiterin eines Besatzungsmitglieds an Bord gewesen sei. Man habe bei den ungarischen Behörden genauere Informationen über ihre Identität angefordert.

Ab morgen wird das Öl abgepumpt

Fest steht inzwischen auch, dass das Öl aus den Tanks der gekenterten "Costa Concordia" morgen abgepumpt wird. Das hat der Chef der holländischen Bergungsfirma Smit bestätigt. An Bord des Wracks sind 2400 Tonnen Schweröl gebunkert.

Zivilschutzchef Gabrielli sagte, Untersuchungen hätten ergeben, dass es keinerlei Gefahr gebe, dass das Schiff weiter in tieferes Wasser abrutscht und vollständig sinkt. Die Suche nach noch Vermissten könne daher zeitgleich weitergehen.

Am Vormittag war zudem inoffiziell bekannt geworden, dass der Drogentest des Kommandanten negativ ausgefallen ist. Auf der Brücke hätten sich jedoch vor der Kollision zu viele Personen aufgehalten, hieß es - der Kapitän sei dadurch möglicherweise abgelenkt worden.

Dossier:

costa concordia (Foto: dpa)
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Stand: 23.01.2012 23:59 Uhr
 

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