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Zwei Monate später als geplant

Wrack der "Costa Concordia" ist gesichert

Knapp zehn Monate nach dem Unglück der "Costa Concordia" kann das Wrack nicht mehr in tiefes Wasser absinken. Nach Angaben des italienischen Zivilschutzes konnte das gekenterte Kreuzfahrtschiff nun gesichert werden - zwei Monate später als ursprünglich geplant.

Von Stefan Troendle, ARD-Hörfunkstudio Rom

Der erste und wichtigste Teil der Bergungsarbeiten an der "Costa Concordia" ist abgeschlossen. Dies bestätigte der italienische Zivilschutz. Seit heute ist sicher, dass das vor der Insel Giglio liegende, halb gesunkene Kreuzfahrtschiff nicht mehr ins tiefere Wasser abrutschen kann.

Zivilschutzchef Franco Gabrielli sagte, das sei bisher das größte Risiko gewesen. Allerdings habe man für diesen ersten Schritt zwei Monate länger benötigt als ursprünglich gedacht.

Costa Concordia: Erster Teil der Bergung beendet
S. Troendle, ARD Rom
02.11.2012 16:59 Uhr

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Von Kränen umzingelt

Das havarierte Unglücksschiff ist inzwischen fast vollständig von Plattformen und Kränen umgeben, darunter ein schwimmendes mehrstöckiges Containerdorf, in dem die etwa 400 Spezialisten untergebracht sind, die an der "Costa Concordia" arbeiten. Sie haben inzwischen auch den größten Teil der Deckaufbauten und des Schornsteins entfernt.

Erster Bergungsschritt an Costa Concordia abgeschlossen
tagesschau 20:00 Uhr, 02.11.2012

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Taucher sollen künstlichen Boden betonieren

Im nächsten Schritt sollen nun Taucher unter der "Concordia" einen künstlichen Boden betonieren, auf dem das Wrack zu liegen kommen soll, wenn im kommenden Frühjahr versucht wird, es aufzurichten.

Zudem werden derzeit mehrere große, zehn Meter tiefe Löcher mit zwei Metern Durchmesser in den Granit auf dem Meeresgrund gebohrt. Darin sollen dann die Streben für insgesamt sechs Plattformen verankert werden, die für das Aufrichten und Abstützen der "Costa Concordia" nötig sind.

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Schiffsunglück vor Italien

Der Weg der

Die "Costa Concordia" lief am Abend des 13. Januar 2012 mit etwa 29 km/h westlichen Kurs auf die Insel Giglio - doch um 21:37 Uhr reißen die automatisch gesendeten Signale der Schiffsposition (AIS-Signal) offenbar ab. Gegen 21:45 Uhr havariert das Schiff an bislang unbekannter Position. Erst um 21:53 Uhr gibt es wieder ein Signal - die "Costa Concordia" fährt nur noch rund fünf km/h und ist etwa fünf Kilometer nordwestlich von der letztgemeldeten Position entfernt. Gegen 22:45 Uhr geht der Notruf bei der Küstenwache ein. Irgendwann wendet das Schiff und steuert gen Süden den rund 1,3 Kilometer entfernten Hafen der Insel Giglio an. Dort läuft sie etwa 500 Meter vor der Hafeneinfahrt auf Grund und kommt binnen Stunden in eine Schlagseite von fast 90 Grad. (Quelle: marinetraffic.com)

Der für die Bergung verantwortliche Projektchef gab ebenfalls heute bekannt, dass die Arbeiten mit knapp 400 Millionen Dollar vermutlich ein Drittel teurer werden als geplant. Wenn das Aufrichten gelingt, soll das Schiff bis Ende Mai kommenden Jahres in eine Werft auf dem Festland geschleppt und dort endgültig abgewrackt werden.

Beim Unglück der "Costa Concordia" am 13. Januar 2012 kamen 32 Menschen ums Leben, zwei Leichen konnten bisher immer noch nicht gefunden werden.

Stand: 02.11.2012 17:30 Uhr

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