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"Costa Concordia"-Katastrophe

Unglücks-Kapitän Schettino aus Hausarrest entlassen

Francesco Schettino, der Kapitän des havarierten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia, ist überraschend aus dem Hausarrest entlassen worden. Vor kurzem hatte die Anklage noch gefordert ihn in Untersuchungshaft zu stecken. Auf freien Fuß kommt Schettino nur unter Auflagen.

Von Stefan Troendle, ARD-Hörfunkstudio Rom.

Costa-Kapitän Francesco Schettino (Archiv)
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Kapitän Schettino wird für den Tod von 32 Passagieren verantworlich gemacht. (Archiv)

Es war eine Anordnung der Untersuchungsrichterin aus Grosseto, die für die "Costa Concordia"-Katastrophe zuständig ist. Sie hat entschieden, dass Unglückskapitän Francesco Schettino aus dem Hausarrest freikommt. Auch die Staatsanwaltschaft hat dem zugestimmt. Das hat Schettinos Verteidiger bekannt gegeben. Allerdings darf er seinen Heimatort Meta di Sorrento nicht verlassen.

Warum die Richterin so entschieden hat, weiß man nicht. Die Staatsanwaltschaft hatte noch bis vor kurzem gefordert, den ehemaligen Kapitän des verunglückten Kreuzfahrtschiffes in Untersuchungshaft zu stecken.

Costa Concordia Kapitän kommt aus Hausarrest frei
S. Troendle, ARD Rom
05.07.2012 16:57 Uhr

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Schettino droht lange Haftstrafe

Schettino wird vorgeworfen, die Costa Concordia leichtsinnig auf die Klippen vor Giglio gesetzt und zu spät Alarm gegeben zu haben. Außerdem soll er vorzeitig von Bord geflüchtet sein. Er saß deswegen sechs Monate in Hausarrest – eine in Italien übliche Form von erleichterter U-Haft, die angeordnet wird, wenn keine Gefahr besteht, dass der Verdächtige flüchtet oder weitere Straftaten begeht.

Da Schettino für den Tod von 32 Passagieren - unter ihnen zwölf Deutsche - verantwortlich gemacht wird, die bei der Havarie Mitte Januar ums Leben kamen, droht ihm im Fall einer Verurteilung eine lange Haftstrafe.

"Costa Concordia"
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Am 13. Januar 2012 lief die "Costa Concordia" vor der Mittelmeerinsel Giglio auf Grund. Die Bergungsarbeiten dauern bis heute an.

"Ich bin kein Feigling!"

Laut einem vorab angekündigten Fernsehinterview ließ er verlauten, er sei kein Feigling und drücke den Familien der Opfer sein Beileid aus. Wann der Prozess um das Unglück vor Giglio beginnt, ist aber noch vollkommen unklar.

Anfang dieser Woche kam heraus, dass die Blackbox der "Costa Concordia" offenbar nicht richtig funktioniert hat. Auf Giglio laufen derzeit die Bergungsarbeiten. Das Schiff soll in einem Stück aufgerichtet, gehoben und abgeschleppt werden. Das kann aber noch Monate dauern.

Stand: 05.07.2012 17:09 Uhr

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