Kellyanne Conway  | Bildquelle: dpa

"Gratiswerbung" für Ivanka Trump-Beraterin gerät unter Druck

Stand: 10.02.2017 05:53 Uhr

"Kauft Ivankas Sachen" hatte Trump-Beraterin Conway im TV-Sender Fox gesagt. Wegen der öffentlichen Werbung für die Modelinie von Trumps Tochter gerät sie nun in große Bedrängnis. Republikaner und Demokraten schrieben einen Brief an die Ethik-Behörde - darunter auch Trump-Anhänger.

Donald Trumps Beraterin Kellyanne Conway gerät wegen ihrer öffentlichen Werbung für Ivanka Trumps Modelinie zunehmend unter Druck. Ein von führenden Republikanern und Demokraten unterzeichneter Brief des Abgeordnetenhauses an die Behörde zur Einhaltung von Ethikstandards übt scharfe Kritik an Conways Verhalten.

Der Vorsitzende des Aufsichtsausschusses Jason Chaffetz - ein großer Trump-Anhänger - ist einer der Unterzeichner. "Conways Interview löst extrem ernste Besorgnis aus", heißt es in dem Schreiben. Die Abgeordneten legen der Behörde disziplinarische Maßnahmen gegen Conway nahe, die bis zur Suspendierung reichen können.

Die Abgeordneten Chaffetz und der Demokrat Elijah Cummings werfen Conway vor, als offizielle Beraterin des Präsidenten gegen Ethikregeln der Bundesregierung verstoßen zu haben. Ein Regierungsangestellter darf keine Werbung für ein Produkt oder Unternehmen machen.

Donald Trump und seine Tochter Ivanka | Bildquelle: AFP
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Donald Trump und seine Tochter Ivanka

"Gratiswerbung" für eine "wundervolle Kollektion"

Trump selbst hatte die Kaufhauskette Nordstrom attackiert, weil diese die Modelinie seiner Tochter aus ihrem Sortiment genommen hatte. Nordstrom begründete das mit schlechten Verkaufszahlen, Trump sah die Entscheidung politisch begründet. Er erntete teils massive Kritik für sein Vorgehen.

Conway sagte daraufhin am Donnerstag im Sender Fox: "Kauft Ivankas Sachen". Conway bezeichnete den Appell als "Gratiswerbung", die sie für die "wundervolle Kollektion" von Trumps Tochter mache. "Geht und kauft es heute. Ihr könnt es im Internet finden." Sie selbst besitze einige Teile der Modelinie.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 10. Februar 2017 um 07:45 Uhr

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