Donald Trump | Bildquelle: AFP

US-Vorwahlen in Mississippi und Michigan Trump gewinnt weiter, Sanders überrascht

Stand: 09.03.2016 09:09 Uhr

Der US-Republikaner Trump hat die Vorwahlen in Michigan, Mississippi und Hawaii gewonnen - und baut seinen Vorsprung weiter aus. Bei den Demokraten setzte sich Clinton in Mississippi durch. In Michigan musste sie überraschend eine Schlappe gegen den linken Senator Sanders einstecken.

Die Siegesserie von Donald Trump geht weiter: Bei den Vorwahlen der US-Republikaner in Michigan, Mississippi und Hawaii gewann er deutlich. In Mississippi setzte sich der populistische Geschäftsmann gegen den erzkonservativen Senator Ted Cruz durch. In Michigan lieferten sich Ohios Gouverneur John Kasich und Cruz ein enges Duell um den zweiten Platz, dass letztlich Cruz für sich entschied. Auch bei der Hawaii-Wahl lag Cruz hinter Trump.

Ergebnisse der US-Vorwahlen
tagesschau24 09:30 Uhr, 09.03.2016

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Senator Marco Rubio, auf dem die Hoffnungen des republikanischen Establishments ruhen, musste sich bei allen drei Wahlen deutlich geschlagen geben.

Angesichts seiner erneuten Erfolge kritisierte Trump seine Partei-Konkurrenten scharf. Jede Einzelperson, die ihn angegriffen habe, sei gescheitert, sagte er. Er sah in seinen weiteren Vorwahlsiegen Beweise dafür, dass Kompetenz wichtiger sei als Werbekampagnen. Trump nahm damit Bezug auf den Versuch der Spitze seiner Partei, gegen ihn Stimmung zu machen und so seinen Höhenflug zu stoppen. "Heute Abend hat es nur eine Person gut gemacht: Donald Trump", so der 69-Jährige.

Sanders | Bildquelle: AP
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Überraschung in Michigan: Sanders gewinnt vor Clinton.

Sanders gewinnt in Michigan

Bei den Demokraten ging die Vorwahl in Mississippi klar an die frühere Außenministerin Hillary Clinton, die vor allem von der überwältigenden Unterstützung durch afroamerikanische Wähler profitierte. In Michigan lieferten sich der linke Senator Bernie Sanders und Clinton ein enges Rennen, bevor sich Clinton geschlagen geben musste.


Die US-Fernsehsender NBC, CNN und Fox News erklärten Sanders zum Sieger in dem Bundesstaat im Mittleren Westen. Nach Auszählung von 97 Prozent der Stimmen kam der Senator auf 50 Prozent, Clinton lag bei 48 Prozent. Meinungsforscher hatten in Michigan eigentlich einen Sieg von Clinton erwartet, die als Favoritin für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gilt.

Clinton arbeitet sich an den Republikanern ab

Trotzdem schien sich Clinton bereits eher auf die republikanische Konkurrenz und nicht auf Sanders zu konzentrieren. "Jedes Mal, wenn man denkt, es kann nicht hässlicher werden, finden sie einen Weg", sagte sie hinsichtlich der jüngsten Wahlkampfangriffe unter den Republikanern.

Die republikanische Basis war außerdem in Hawaii und Idaho zu Vorwahlen aufgerufen. In Idaho konnte sich nach ersten Meldungen offenbar Ted Cruz durchsetzen. Bei den Republikanern ging es um insgesamt 150 Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag im Juli, die Demokraten hatten 166 Delegiertenstimmen zu vergeben.

Trump gewinnt in Michigan und Mississippi
J. Bösche (MDR, Washington)
09.03.2016 06:49 Uhr

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