Clinton nach der Wahlniederlage | Bildquelle: AFP

Clinton nach der Wahlpleite Die wohl schwierigste Rede ihres Lebens

Stand: 09.11.2016 19:28 Uhr

Nur manchmal brach Hillary Clintons Stimme, als sie die wohl schwierigste Rede ihres Lebens hielt: "Es tut weh und wird lange weh tun", sagte die gescheiterte Präsidentschaftskandidatin. Für ihren Kontrahenten Trump hatte sie eine Botschaft.

Von Martina Buttler, ARD-Studio Washington

Schwarzer Anzug, lila Bluse. Hillary Clinton räuspert sich einige Male auf der Bühne, dann räumt sie ihre Niederlage ein: "Gestern Abend habe ich Donald Trump gratuliert und ihm versprochen, dass ich ihn unterstütze. Ich hoffe, dass er ein erfolgreicher Präsident für alle Amerikaner wird."

Clinton musste erstmal das Ende ihres Lebenstraums verdauen. Dann tritt die Frau, die erste US-Präsidentin werden wollte, am Tag nach der Wahl vor die Kameras. Ihre Mitarbeiter sitzen direkt vor ihr. Mit betretenen und nachdenklichen Gesichtern. Sie reiben sich immer noch ungläubig die Augen: "Ich weiß, wie enttäuscht ihr seid. Das bin ich auch. Genauso wie Millionen Amerikaner, die ihre Hoffnungen und Träume auf uns gesetzt haben. Es tut weh und wird lange weh tun."

Clintons Rede in ganzer Länge (engl.)
09.11.2016

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"Sie hat Geschichte geschrieben"

Manchmal bricht Clintons Stimme. Es ist die wohl schwierigste Rede ihres Lebens. Die ehemalige Außenministerin fordert, die Werte der USA zu verteidigen. Der amerikanische Traum sei groß genug für alle. Ihr Vize-Kandidat Tim Kaine lobt sie nochmal für ihre Arbeit in den vergangenen Jahrzehnten: "Sie hat Geschichte geschrieben. In einem Land, das es Frauen schwer macht in ein Amt gewählt zu werden. Sie ist die erste weibliche Spitzenkandidatin der beiden großen Parteien geworden und hat die meisten Stimmen bekommen."

Das ändert allerdings nichts daran, dass Clinton nicht die Mehrheit der Wahlmänner gewonnen hat. Klingt paradox, liegt aber im amerikanischen Wahlsystem begründet. Ihr Gegenkandidat zieht ins Weiße Haus ein: "Donald Trump wird unser Präsident. Wir schulden es ihm, unvoreingenommen zu sein. Unsere Demokratie beinhaltet die friedliche Übergabe der Macht."

Hillary Clinton | Bildquelle: AFP
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Dank und ein paar Umarmungen, dann tritt Clinton ab.

Und jetzt? Vermutlich Rente

Zum Schluss wendet sich Clinton nochmal speziell an die jungen Leute in ihrem Team. Sie habe Höhen und Tiefen in ihrem Leben erlebt - das komme auf sie alle zu: "Diese Niederlage tut weh. Aber bitte hört nie auf, daran zu glauben, dass es wert ist, für die richtige Sache zu kämpfen."

Clinton bringt die Rede mit ernstem Gesicht hinter sich. Als sie sich unter ihre Mitarbeiter mischt, lächelt sie, nimmt viele in den Arm, redet mit ihnen. Sie entschuldigt sich, dass sie die Wahl nicht gewonnen hat. Und tritt ab - vermutlich in die Rente.

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Hillary Clinton: Eine politische Karriere in Bildern

Hillary Clinton

Hillary Diane Rodham wird 1947 in Chicago als Tochter eines Textilunternehmers geboren. Sie studiert am Elite-College Wellesley, wo sie 1969 als erste Studentin die Rede bei der Abschlussfeier hält. Dieses Foto zeigt sie als Dreijährige.

US-Wahl: Clinton hält ihre wohl schwerste Rede
M. Buttler, ARD Washington
09.11.2016 19:25 Uhr

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Über dieses Thema berichtete u.a. tagesschau24 am 09. November 2016 um 17:30 Uhr.

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