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USA setzen Öffnungspolitik fort

Clinton auf historischer Reise im kommunistischen Laos

US-Außenministerin Hillary Clinton hat einen historischen Besuch in Laos begonnen. Seit 57 Jahren ist sie die erste Chefdiplomatin der Vereinigten Staaten, die das kommunistische Land bereist.

US-Außenministerin Hillary Clinton
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Hat ihren historischen Besuch in Laos begonnen: US-Außenministerin Clinton.

Dort sind Gespräche mit dem laotischen Ministerpräsidenten Thongsing Thammavong und Außenminister Thongloun Sisoulith geplant, der sie 2010 zu dem Besuch eingeladen hatte.

Bei dem Besuch soll es vor allem um die Folgen des Vietnam-Krieges gehen, darunter die noch immer spürbaren Auswirkungen der US-Angriffe mit dem Entlaubungsmittel "Agent Orange".

Auch die bis heute im Land verteilten Blindgänger aus jener Zeit dürften angesprochen werden. Weiteres Thema ist ein umstrittenes Staudammprojekt am Fluss Mekong.

Angespannte Beziehungen seit dem Vietnam-Krieg

Das Verhältnis zwischen Laos und den USA war lange angespannt. Während des Vietnam-Krieges bombardierten die USA auch das Nachbarland Laos, um die Nachschubwege des kommunistischen Nordvietnam abzuschneiden. Dabei wurden Schätzungen zufolge 50.000 Menschen getötet oder verwundet. Die USA warfen Laos vor, vermisste US-Soldaten gefangen gehalten zu haben. In den vergangenen Jahren näherten sich beide Länder an, 2004 normalisierten die USA die Handelsbeziehungen mit Laos.

Vor Clinton hatte mit John Foster Dulles 1955 lediglich ein US-Außenminister Laos besucht. Damals war das südostasiatische Land noch eine Monarchie.

Seit 1975 wird Laos kommunistisch regiert. Es gilt als eines der ärmsten Staaten Asiens mit einem Bruttonationaleinkommen von 1050 US-Dollar pro Einwohner. In den 1990er-Jahren begann Laos, sich vorsichtig zu öffnen, ist aber weiterhin auf internationale Hilfe angewiesen. Als Schritt in Richtung Kapitalismus wird die Eröffnung einer Börse im Jahr 2011 in der Hauptstadt Vientiane interpretiert.

US-Botschafter in Myanmar eingetroffen

Mit ihrem Besuch setzt Clinton die Öffnungspolitik gegenüber den südostasiatischen Staaten fort. Im vergangenen Jahr hatte sie Myanmar bereist, das demokratische Reformen eingeleitet hat. Erstmals seit 22 Jahren entsandten die Vereinigten Staaten nun wieder einen Botschafter in das frühere Birma. Der 47-jährige Asien-Experte und Ex-Sonderbeauftragte für Myanmar, Derek Mitchell, traf heute in dem Land ein.

Stand: 11.07.2012 09:15 Uhr

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