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Bericht der "New York Times" CIA-Informanten in China getötet?

Stand: 21.05.2017 03:53 Uhr

China soll einem Bericht der "New York Times" zufolge seit 2010 etliche CIA-Quellen aufgedeckt und umgebracht haben. Die USA sprechen darin vom gravierendsten Vorfall dieser Art seit Jahrzehnten. Es wird vermutet, dass ein "Maulwurf" dahinter stecken könnte.

China hat einem Zeitungsbericht zufolge zwischen den Jahren 2010 und 2012 etliche Informanten des US-Geheimdienstes CIA getötet. Insgesamt seien zwischen 18 und 20 Quellen des Nachrichtendienstes festgenommen oder umgebracht worden, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf amtierende und ehemalige US-Regierungsmitarbeiter.

Maulwurf oder Hackerangriff?

Demnach ist bis heute unklar, warum das Informantennetz zerschlagen werden konnte. Ermittler hielten einen Spion in der CIA selbst oder einen Hackerangriff auf das Kommunikationssystem des Auslandsnachrichtendienstes für möglich. Es handele sich um den schwersten derartigen Vorfall seit Jahrzehnten. Die Behörde selbst äußerte sich nicht zu dem Bericht.

Dem Blatt zufolge gelang es der CIA zunächst im Jahr 2010, hochwertige Informationen über die chinesische Regierung zu bekommen. Bis Ende 2010 seien allerdings immer weniger Informationen geflossen. Anfang 2011 seien dann die ersten Informanten verschwunden. Als immer mehr getötet worden seien, hätten CIA und FBI gemeinsame Ermittlungen aufgenommen. Dabei sei auch jeder Mitarbeiter der US-Botschaft in Peking überprüft worden.

Schließlich drehten sich die Ermittlungen um einen früheren CIA-Mitarbeiter, wie die "New York Times" weiter berichtet. Die Beweise hätten aber nicht für eine Festnahme ausgereicht.

Über dieses Thema berichteten am 21. Mai 2017 NDR Info um 06:00 Uhr und tagesschau24 um 09:00 Uhr.

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