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In der zweitgrößten neuseeländischen Stadt Christchurch hat erneut die Erde gebebt. Der erste Erdstoß hatte eine Stärke von 5,8, ihm folgten mindestens zwei weitere mit einer Stärke von 5,3 beziehungsweise 5,9, wie die US-Geologiebehörde USGS mitteilte.
Mindestens 19 Menschen wurden verletzt. Die meisten von ihnen erlitten Panikattacken und Atemnot, berichtete ein Sprecher des Notdienstes im Rundfunk. Auch die Notaufnahmen in den Krankenhäusern behandelten zahlreiche Patienten mit ähnlichen Symptomen. Nach ersten Informationen wurde aber niemand durch herabfallende Steine oder einstürzende Wände verletzt.
Allerdings erhielten Gebäude, die bereits durch vorherige Erdbeben beschädigt waren, weitere Risse und stürzten teilweise ein. Außerdem fiel der Strom in mindestens 26.000 Haushalten aus. Schlammlawinen blockierten Straßen. Von einigen Steilwänden in den Vororten stürzten Gesteinsbrocken herab. Der Flughafen wurde geschlossen und die Terminals evakuiert. Rund 40 Flüge wurden umgeleitet, damit Sicherheitskräfte die Landebahnen auf Risse untersuchen konnten. Einkaufszentren wurden evakuiert.
Die Stadt war bei dem ersten Erdstoß um 13.58 Ihr Ortszeit voller Menschen, die letzte Weihnachtseinkäufe machten. In vielen Supermärkten stürzten Regale um. Das Beben war nach Angaben von Einwohnern in weiten Teilen der Südinsel und bis in den Südteil der Nordinsel zu spüren.
Erst im Februar 2011 hatten die Menschen in Christchurch ein schweres Erdbeben der Stärke 6,3 erlebt: Damals kamen 181 Menschen ums Leben; in der Innenstadt wurden mehr als 900 Gebäude zerstört oder beschädigt.
In Neuseeland sind Erdbeben keine Seltenheit. Der Inselstaat liegt auf dem pazifischen Feuerring, auf dem mehrere Kontinentalplatten zusammentreffen. In dem Gebiet ereignen sich jährlich bis zu 15.000 Erdstöße. Im November hatten Experten vor einem weiteren schweren Erdbeben in Christchurch gewarnt.
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