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Wladimir Putin kommt in China an

Putin in Peking

Geschlossenheit in der Syrien-Frage

China ist ein bedeutender Partner für Russland - und umgekehrt. Entsprechend einmütig gaben sich Präsident Putin und sein chinesischer Amtskollege Hu beim Staatsbesuch in Peking. Vor allem in der Syrien-Frage bleibe man bei der Position: Keine Einmischung von Außen.

Von Ruth Kirchner, ARD-Hörfunkstudio Peking 

Russlands Präsident Putin ist oft zu Gast in Peking. Aber dies war sein erster Besuch seit seiner Wiederwahl als Präsident. In der Großen Halle des Volkes wurde er mit militärischen Ehren empfangen, das chinesische Staatsfernsehen berichtete live - ein Zeichen, welche Bedeutung die Pekinger Führung dem Besuch beimisst.

Über die Details der Gespräche zwischen Putin und seinem chinesischen Amtskollegen Hu Jintao wurde zunächst wenig bekannt. Doch dass Moskau und Peking sich in der Syrien-Frage nicht auseinander dividieren lassen wollen, machte Außenamtssprecher Liu Wemin mit klaren Worten deutlich: "Russland und China sind nach wie vor gegen eine Intervention von Außen und lehnen einen erzwungenen Regierungswechsel ab."

Beide Länder sperren sich seit Monaten dagegen, auf die Regierung in Damaskus mehr Druck auszuüben. Die Krise in Syrien solle durch Konsultationen gelöst werden, sagt der Außenamtssprecher weiter. Russland und China forderten ein sofortiges Ende der Gewalt. Man sei sich in diesen Fragen absolut einig.

China und Russland bleiben bei ihrer Syrien-Politik
R. Kirchner, ARD Peking
05.06.2012 15:29 Uhr

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Ein "neuer Höhepunkt" der Beziehungen?

Putin betonte bei seinem Treffen mit Hu ebenfalls die Bedeutung einer gemeinsame Sprache Chinas und Russland in Fragen wie Syrien. Die Beziehungen zwischen Peking und Moskau hätten einen "neuen Höhepunkt" erreicht, sagte er. Und auch Hu räumte der Zusammenarbeit mit Moskau Vorrang ein: "Der Präsident und ich haben die einmütige Entscheidung getroffen, dass unsere beiden Länder die bilateralen Beziehungen als eine unserer diplomatischen Prioritäten betrachten."

Keine Einigung über Gasgeschäft

Der dreitägige Staatsbesuch Putins soll auch die Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Russland vertiefen. Ein seit langem geplantes Gasgeschäft kommt allerdings wegen Streitigkeiten über den Preis offenbar nicht zustande. Putin nimmt morgen am Pekinger Gipfeltreffen der Shanghaier Kooperationsorganisation teil, der neben China und Russland vier zentralasiatische Staaten angehören. Zu dem Treffen wird unter anderem auch der iranische Staatschef Mahmud Ahmadinedschad erwartet.

Christine Adelhardt (ARD) zum Putin-Besuch in Peking
tagesschau 24 14:00 Uhr, 05.06.2012

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Stand: 05.06.2012 15:45 Uhr

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