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[Bildunterschrift: Demonstranten in Seoul protestieren gegen die Abschiebung nordkoreanischer Flüchtlinge aus China. ]
China hat südkoreanischen Medienberichten zufolge neun nordkoreanische Flüchtlinge zurück in ihre Heimat geschickt. Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen drohen ihnen dort harte Strafen: Folter, Zwangsarbeit oder sogar die Todesstrafe seien möglich, so die Aktivisten.
Südkorea hatte China bereits wiederholt dazu aufgerufen, keine nordkoreanischen Flüchtlinge abzuweisen. "Soweit es sich bei den Flüchtlingen nicht um Kriminelle handelt, sollte China mit ihnen gemäß internationalen Normen verfahren", sagte Staatschef Lee Myung Bak. Südkoreanische Diplomaten wollen das Thema bei einem Treffen des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) ansprechen.
China sieht die Flüchtlinge aus Nordkorea nicht als politische, sondern als Wirtschaftsflüchtlinge, die illegal die Grenze überquert hätten. Im Februar sollen rund 30 Nordkoreaner in China aufgegriffen worden sein; auch ihnen droht nun eine Rückführung in ihre Heimat.
Seit dem Ende des Korea-Kriegs (1950-53) sind zehntausende Nordkoreaner in den Süden geflohen. Viele fliehen über Drittländer, die meisten über China. Dort sollen sich Flüchtlingsorganisationen zufolge noch rund 100.000 Nordkoreaner versteckt halten.
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