Der US-Zerstörer "Stethem" | Bildquelle: AP

Streit um Südchinesisches Meer China wirft USA "schwere Provokation" vor

Stand: 03.07.2017 08:49 Uhr

Seit Jahrzehnten ist das Südchinesische Meer Streitpunkt: China beansprucht die Region für sich und sieht ein Eindringen anderer Nationen in das Gebiet immer wieder als Provokation an. Nun sorgt ein US-Zerstörer für scharfe Warnungen aus Peking in Richtung Washington.

Eine "schwere politische und militärische Provokation" - mit diesem Vorwurf hat China die US-Regierung heftig kritisiert. Anlass für die scharfen Worte gab der US-Zerstörer "Stethem", der im Südchinesischen Meer im Einsatz ist. Dieser sei dabei in chinesische Hoheitsgewässer eingedrungen, hieß es vom Außenministerium in Peking.

Die USA bestätigten, dass das Schiff die Zwölf-Meilen-Zone um die Insel Triton, die zu den Paracel-Inseln gehört, durchquert habe. Diese Zone hatte China ausgerufen - Schiffe anderer Länder sollten diesen Abstand einhalten.

Laut dem US-Verteidigungsministeriums solle die "Stethem" die Freiheit der Schifffahrt in der Region gewährleisten. China sieht durch die Operation die eigene Souveränität und Sicherheit bedroht. Das Außenministerium kündigte an, alle nötigen Schritte zu unternehmen, um die Volksrepublik zu verteidigen.

Dauerstreit um Meeresregion

Der Konflikt um die Territorialansprüche im Südchinesischen Meer schwelt seit Jahrzehnten. Nicht nur China, auch Japan, Vietnam und die Philippinen beanspruchen die fischreiche Region für sich.

Im vergangenen Juli urteilte sogar der internationale Schiedsgerichtshof in Den Haag und sprach China seine Besitzansprüche ab. Peking weigerte sich jedoch, den Richterspruch anzuerkennen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. Juli 2017 um 06:00 Uhr.

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