Dichte Rauchwolken steigen vom havarierten Tanker "Sanchi" auf. | Bildquelle: AFP

Havarierter Öltanker Explosionen stoppen Löscharbeiten

Stand: 10.01.2018 14:56 Uhr

Die Löscharbeiten am havarierten Öltanker "Sanchi" sind wegen mehrerer Explosionen eingestellt worden. Chinesische Behörden schlossen die Gefahr einer Ölpest jedoch aus. Von den Besatzungsmitgliedern fehlt weiterhin jede Spur.

Mehrere Explosionen haben den vor der ostchinesischen Küste havarierten Tanker erschüttert. Die Löscharbeiten seien deshalb eingestellt worden, erklärte das chinesische Verkehrsministerium.

Die Besatzung des Tankers, 30 Iraner und zwei Menschen aus Bangladesch, werden weiterhin vermisst. Am Dienstag hatten Rettungskräfte eine Leiche gefunden, von der sie glauben, dass es sich um ein Besatzungsmitglied handelt. Die Betreiberfirma der "Sanchi" erklärte, es bestehe noch eine Chance, dass Überlebende im Maschinenraum des Schiffs eingeschlossen seien. Der Maschinenraum sei nicht direkt vom Feuer betroffen.

Der brennende iranische Öltanker "Sanchi" | Bildquelle: REUTERS
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Mehrere Explosionen erschütterten den havarierten Tanker "Sanchi".

"Kein Öl in größeren Mengen"

Die chinesischen Behörden schlossen die Gefahr einer Ölpest aus. Bis Dienstagabend sei auf der Meersoberfläche "kein Öl in größeren Mengen" entdeckt worden, teilte das Verkehrsministerium mit. Der Tanker hatte 136.000 Tonnen Leichtöl an Bord. Die Umweltorganisation Greenpeace warnte vor einem "extrem schwierigen" Reinigungsprozess, sollte das Schiff sinken, bevor das gesamte Leichtöl verbrannt sei.

Die "Sanchi" war am Wochenende mit einem Frachter zusammengestoßen und in Brand geraten. Der in Panama registrierte Tanker war am Samstagabend rund 300 Kilometer östlich von Shanghai mit einem chinesischen Frachter kollidiert. Die lodernden Flammen, schlechtes Wetter und dichter Rauch behinderten die Rettungsarbeiten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 10. Januar 2018 um 12:00 Uhr.

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