China und die Dominikanische Republik nehmen diplomatische Beziehungen auf. | Bildquelle: AFP

Dominikanische Republik Taiwan verliert den nächsten Partner

Stand: 01.05.2018 04:18 Uhr

Die Dominikanische Republik bricht alle diplomatischen Verbindungen zu Taiwan ab und erkennt Peking an. Dies soll der Wirtschaft der Insel helfen. Für Taiwan ist das ein erneuter Rückschlag.

Die Dominikanische Republik nimmt diplomatische Beziehungen zu China auf und bricht gleichzeitig mit Taiwan. Der Karibikstaat erhoffe sich davon wirtschaftliche Vorteile, sagte der Rechtsberater der Regierung, Flavio Darío Espinal.

Schon bald sollten Abkommen über Tourismus, Handel, Landwirtschaft, Bildung und Technologie unterzeichnet werden. Mit einem Handelsvolumen von etwa zwei Milliarden US-Dollar pro Jahr ist die Dominikanische Republik nach eigenen Angaben der zweitwichtigste Wirtschaftspartner Chinas in der Karibik und Mittelamerika.

Kaum noch Partner für Taiwan

Gleichzeitig kündigte die Regierung in Santo Domingo an, die Beziehungen zu Taiwan abzubrechen. Mit seiner "Ein-China-Doktrin" erlaubt die kommunistische Führung in Peking keinem Land, diplomatische Beziehungen sowohl mit der Volksrepublik als auch mit Taiwan zu unterhalten. Die Insel wird von China als abtrünnige Provinz angesehen.

Mit der Entscheidung der Dominikanischen Republik verliert Taiwan einen weiteren Verbündeten. Es gibt nur noch knapp 20 Länder, die den Inselstaat diplomatisch anerkennen, darunter vor allem kleine Pazifikländer, Karibikinseln und Staaten in Mittelamerika.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. Mai 2018 um 05:00 Uhr.

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