Das Foto von der staatlichen Nachrichtenagentur zeigt das chinesische Militärmanöver im Ostchinesischen Meer.

Manöver im Ostchinesischen Meer China schießt mit Torpedos und Raketen

Stand: 02.08.2016 09:06 Uhr

China lässt im Streit um seine Seegebiete an der Ostküste weiter die Muskeln spielen. Nun startete das Militär im Ostchinesischen Meer eine Übung und feuerte dabei Torpedos und Raketen ab. Im Einsatz war nahezu alles, was die Marine zu bieten hat.

Die chinesische Marine hat während Militärübungen im Ostchinesischen Meer Dutzende Raketen und Torpedos abgefeuert. Die Übungen zielten darauf ab, die "Intensität, Präzision, Stabilität und Geschwindigkeit" seiner Streitkräfte zu verbessern, erklärte das Pekinger Verteidigungsministerium. An der Militäraktion waren Schiffe, U-Boote, Flugzeuge und Einheiten der Küstenwache beteiligt.

Das Manöver folgt auf einen Urteilsspruch zu den Hoheitsansprüchen im Südchinesischen Meer, das direkt an das Ostchinesische Meer grenzt. Der Internationale Schiedsgerichtshof in Den Haag hatte vor wenigen Wochen Chinas Ansprüche auf mehr als 80 Prozent des Meeresgebietes abgewiesen. Die Philippinen hatten das Gericht angerufen, weil China einige Riffe und Atolle vor der philippinischen Küste besetzt hält und etwa 80 Prozent des Südchinesischen Meeres für sich reklamiert.

Peking erkennt Urteil nicht an

Für eine chinesische Hoheit über Ressourcen in großen Teilen des Südchinesischen Meeres gebe es keine historische oder rechtliche Grundlage, begründete das Gericht seine Entscheidung. Peking lehnt das Urteil jedoch ab, weil die chinesische Führung die Zuständigkeit des Schiedsgerichts nicht anerkennt.

Inselstreit im Südchinesischem Meer
Mittagsmagazin, 12.07.2016, Johanna Rupprecht, BR

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Warum ist das Seegebiet so gefragt?

Das Südchinesische Meer ist bei den Anrainerstaaten gefragt, weil es reich an Fischbeständen und Bodenschätzen ist. Außerdem führt durch das Meer die Schifffahrtsroute von Ostasien nach Europa - wer also das Gebiet kontrolliert, kontrolliert auch den Warenverkehr dort. Pro Jahr werden über die Route Güter im Wert von 4,5 Billionen Euro transportiert.

Auch um das Ostchinesische Meer, in dem nun das Manöver abgehalten wurde, gibt es Ärger. So liegen Japan und China im Streit über Inseln in dem Seegebiet.

alt Karte: Südchinesisches Meer

Der Streit um das Südchinesische Meer

Das Südchinesische Meer liegt zwischen China, Vietnam, Malaysia und den Philippinen. Ein Drittel des weltweiten Schiffsverkehrs wird dort abgewickelt. In der Region werden große Öl- und Gasvorkommen vermutet. China beansprucht 90 Prozent des 3,5 Millionen Quadratkilometer großen Gebietes, darunter Inseln und Riffe, die teils mehr als 800 Kilometer von der chinesischen, aber nur etwa 220 Kilometer von der philippinischen Küste entfernt liegen.

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