Rettungskräfte am Ort des Erdrutsches in dem Dorf Xinmo im Kreis Mao in der südwestchinesischen Provinz Sichuan  | Bildquelle: dpa

Erdrutsch in China Wo das Dorf stand, ist nur noch Geröll

Stand: 24.06.2017 18:23 Uhr

Bei der Suche nach Überlebenden nach dem schweren Erdrutsch in der westchinesischen Provinz Sichuan haben Rettungsteams 15 Todesopfer geborgen. Nach offiziellen Angaben werden mindestens 120 Menschen vermisst.

Von Steffen Wurzel, ARD-Studio Shanghai

Fünf Soldaten versuchen, einen riesigen Felsbrocken zur Seite zu bewegen, dabei müssen sie aufpassen, nicht selbst abzurutschen auf dem glatten Gestein, denn es regnet immer noch.

Dort, wo einmal das Dorf Xinmo war, ist nichts mehr zu sehen, was an eine Besiedlung erinnert. Stattdessen: eine schwarz-graue Geröllwüste, zum Teil liegen riesige Gesteinsbrocken herum.

Auf rund zwei Kilometern Breite sind die Erdmassen heute früh gegen sechs Uhr Ortszeit den Abhang heruntergeschossen. Sie haben mindestens 46 Häuser unter sich begraben. Offiziell ist die Rede von 120 Menschen, die noch vermisst werden. Die staatlichen Medien der Volksrepublik hatten zunächst von 141 Vermissten gesprochen. Für die später erfolgte Korrektur nach unten nannten sie keine Gründe.

Wie viele Bewohner bei dem Unglück um Leben kamen oder verletzt wurden, ist noch nicht bekannt. Bei ihrer Suche nach Überlebenden bargen Rettungsteams bisher 15 Todesopfer unter dem Geröll. Die Gesteinsmassen waren so gewaltig, dass sie eine Straße auf einer Länge von fast zwei Kilometern blockierten.

Viele Vermisste nach Erdrutsch in China
tagesschau 20:00 Uhr, 24.06.2017, Mario Schmidt, ARD Peking

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Stimmen unter den Geröllmassen

Such- und Rettungsteams sind im Einsatz, unterstützt von vielen Soldaten und Bewohnern aus Nachbargemeinden. Staatliche Medien berichten von Hunderten Helfern.

Berichtet wurde auch, dass eine dreiköpfige Familie gerettet wurde, Reporter beschreiben außerdem, dass Helfer Stimmen unter den Geröllmassen gehört haben und dort besonders intensiv suchen. Der chinesische Staatschef Xi Jinping rief in Peking zu größten Anstrengungen auf, um noch weitere Überlebende zu finden.

Ausgelöst hat den Erdrutsch heftiger Regen. Die Erdmassen hatten sich von einem Berghang oberhalb des Dorfes gelöst. Das Unglück ereignete sich in der Provinz Sichuan im Südwesten von China, etwa 200 Kilometer von der Provinzhauptstadt Chengdu entfernt. Dort, und auch in vielen anderen Landesteilen, regnet es seit Tagen in Strömen. Regelmäßig kommt es in China während der regenreichen Sommermonate zu teils heftigen Erdrutschen in China.

Darstellung: