Eine Rakete mit dem Raumschiff Shenzou 11 startete vom Raumfahrtzentrum Jiuquan in der Wüste Gobi. | Bildquelle: dpa

Astronauten auf dem Weg zu Raumlabor Chinas großes Ziel ist der Mars

Stand: 17.10.2016 07:37 Uhr

Chinas Raumschiff Shenzhou 11 ist auf dem Weg ins All. Mit an Bord: zwei Astronauten, die an das chinesische Raumlabor Tiangong 2 andocken und darin 30 Tage arbeiten sollen. Die langfristigen Ziele gehen aber deutlich weiter: China will zum Mars fliegen.

Von Axel Dorloff, ARD-Studio Peking

Um exakt 7.30 Uhr Ortszeit der erfolgreiche Start ins All: Das chinesische Raumschiff Shenzhou 11 hebt vom Raumfahrtzentrum Jiuquan am Rande der Wüste Gobi im Nordwesten Chinas ab - mit einer Trägerrakete vom Typ "Langer Marsch-2F".

Es ist Chinas sechste bemannte Raumfahrt-Mission. Sie wird als weiterer Schritt in eine neue Ära der Raumfahrt gefeiert. "Der wichtigste Zweck dieser Mission ist es, unterschiedliche Tests in unserem neuen Raumlabor Tiangong 2 durchzuführen", erklärt Wu Ping, stellvertretende Direktorin von Chinas bemanntem Raumfahrtprogramm. Dazu kämen Reparaturarbeiten im All und das Andocken sowie die Vorbereitung der Rückkehr eines bemannten Raumschiffs von der Test-Raumstation.

30 Tage Aufenthalt geplant

Mit an Bord der Shenzhou 11 sind die beiden Astronauten Jing Haipeng und Chen Dong. Innerhalb von zwei Tagen sollen sie mit ihrem Raumschiff an das neue chinesische Raumlabor Tiangong 2 andocken, das seit vergangenen Monat im All ist. 30 Tage lang sollen sie dort arbeiten. Es wäre der längste Weltraum-Aufenthalt von chinesischen Astronauten überhaupt.

China schickt zwei Taikonauten ins All
tagesschau 06:00 Uhr, 17.10.2016

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Für Raumschiff-Kommandeur Jing Haipeng ist der Aufenthalt im All allerdings nichts Neues. Dennoch sei die Mission für ihn ein Traum. "Ich habe die Ehre, meine dritte Raumfahrt-Mission durchzuführen. Dafür möchte ich mich bei meinem Mutterland und den Menschen bedanken - besonders für die Unterstützung von Tausenden Wissenschaftlern und Technikern unseres Raumfahrtprogramms. Ich werde die Mission so gut wie möglich durchführen und mein Bestes geben, ein guter Astronaut zu sein."

Chinas ehrgeizige Ziele

Die Mission der Shenzhou 11 gilt als wichtiger Baustein für eine eigene Raumstation, die China möglichst im Jahr 2022 in Betrieb nehmen möchte. Wenn die Internationale Raumstation ISS, bei der China nicht mitmachen durfte, spätestens im Jahr 2028 aufgegeben wird, dann könnte China das einzige Land mit einem dauerhaften Außenposten im All sein.

Ein ehrgeiziges Ziel, auch für den zweiten Astronauten der Shenzhou 11, Chen Dong. "Bei dieser Mission geht es darum, länger als sonst im All zu bleiben und mehr Experimente zu machen", sagt Chen Dong. "Wir haben unsere Fähigkeit, im Weltraum Experimente durchzuführen, verbessert. Das wollen wir zeigen. Wir haben das Training auf dem Boden so ernst genommen wie eine richtige Mission im All. Nur so können wir selbstbewusst und ruhig genug sein, um mit der realen Situation im Weltraum klarzukommen."

China verfolgt seit Jahren ein ambitioniertes Weltraumprogramm. Neben dem Projekt der eigenen Raumstation soll 2024 der erste Chinese auf dem Mond landen. Bis 2050 ist ein bemannter Flug zum Mars geplant.

China startet Weltraummission
A. Dorloff, ARD Peking
17.10.2016 07:30 Uhr

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