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[Bildunterschrift: In Deutschland ist die Herstellung von Chimären verboten. ]
Das britische Unterhaus hat nach einer monatelangen Debatte ein Gesetz gebilligt, das die Züchtung von Mensch-Tier-Embryonen für die medizinische Forschung erlaubt. Die Abgeordneten billigten das umstrittene Vorhaben zur Forschung mit sogenannten Chimären-Stammzellen in dritter Lesung mit 355 Stimmen. Gegen das Vorhaben sprachen sich 129 Abgeordnete aus.
Das Unterhaus erlaubte auch die Untersuchung von Embryonen auf genetische Merkmale, um sogenannte "rettende Geschwisterchen" zu schaffen. Eltern eines kranken Kindes bekommen in solchen Fällen mit künstlicher Befruchtung ein weiteres Kind, das genetisch zum ersten Kind passt. Das Geschwisterchen kann dann zum Beispiel Knochenmark spenden, um das Leben des ersten Kindes zu retten.
Bei der Herstellung von Chimären wird menschliches Erbgut in Eizellen von Tieren eingeführt. Der daraus entstehende Embryo kann dann zur Stammzellenforschung verwendet werden. Dieses Verfahren ist ethisch hoch umstritten. Die Gegner fürchten einen Missbrauch, etwa die Züchtung von Zwitterwesen aus Menschen und Tieren. Die Befürworter argumentieren dagegen, dass menschliche Eizellen für die Forschung immer knapper und teurer würden. Es sei schwer, genügend Frauen zum Spenden von Eizellen zu finden.
Befürwortet wurde das Gesetz von Premierminister Gordon Brown. Er hatte argumentiert, mit Hilfe der Forschung an Chimären-Stammzellen aus Mensch und Tier könne möglicherweise Millionen Menschen mit unheilbaren Krankheiten das Leben gerettet oder zumindest erleichtert werden, darunter Parkinson-Patienten. Großbritannien sei es künftigen Generationen schuldig, diese Forschung zu unterstützen. Browns Sohn Fraser leidet unter Mukoviszidose, einer Krankheit, die eines Tages ebenfalls von der Embryonenforschung profitieren könnte.
Gesundheitsministerin Dawn Primarolo hatte vor der Debatte ebenfalls für den Gesetzentwurf geworben. 350.000 Menschen in Großbritannien litten an Alzheimer, sagte die Ministerin. Außerdem sei jedes siebte Paar in Großbritannien bei einem Kinderwunsch auf Unterstützung durch künstliche Befruchtung angewiesen.
Bei Vertretern der Kirche und Abtreibungsgegnern stoßen die Pläne auf scharfe Ablehnung. Sie fürchten, eine Lockerung der Gesetze zum Umgang mit Embryonen könne zu genetischer Manipulation am Menschen führen. Die geplanten Gesetzesänderungen sind die ersten in der britischen Embryonenforschung seit fast 20 Jahren.
Wenn auch das Oberhaus dem Gesetz zustimmt, könnte es schon im November in Kraft treten. In Deutschland ist die Herstellung von Chimären verboten.

Das britische Unterhaus hat ein Gesetz gebilligt, das die Forschung mit Embryonen aus Mensch und Tier erlaubt. Bei diesen so genannten Chimären-Stammzellen wird menschliche DNA in eine leere Eizelle einer Kuh oder eines Kaninchens eingebracht. Befürworter dieser Forschung hoffen darauf, dass mit Hilfe dieser Methode Krankheiten wie Parkinson oder Alzheimer geheilt werden können. Kritiker warnen vor Manipulationen am menschlichen Erbgut. Was denken Sie? Ist es richtig, Forschung mit Mensch-Tier-Embryonen zu erlauben?
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