Eine durch das Beben zerstörte Straße im Süden Chiles. | Bildquelle: AFP

Erdbeben in Chile Geringere Schäden als befürchtet

Stand: 25.12.2016 21:45 Uhr

Aufatmen in Chile: Ein Erdbeben der Stärke 7,7 vor der Küste des Landes hat weniger schwere Folgen als zunächst befürchtet. Den Behörden zufolge kam niemand ums Leben. Auch die Sachschäden fielen bislang relativ gering aus.

Ein schweres Erdbeben vor der Küste von Chile hat geringere Schäden verursacht als zunächst befürchtet. Das Beben mit der Stärke 7,6 auf der Richterskala ereignete sich gegen 11.30 Uhr Ortszeit. Nach Erkenntnissen der US-Erdbebenwarte USGS befand sich das Zentrum 28 Kilometer südwestlich von der südchilenischen Hafenstadt Quellón in rund 33 Kilometern Tiefe. Es folgten zunächst ein Dutzend Nachbeben, das heftigste unter ihnen erreichte die Stärke 5,2.

Nach Angaben der Behörden fielen die Folgen aber relativ glimpflich aus: Straßen und Häuser wurden zwar beschädigt, aber es habe keine Todesopfer gegeben, sagte Ricardo Toro, der Leiter des Nationalen Katastrophenstabs. Allerdings brach die Stromversorgung von mehr als 22.000 Haushalten zusammen.

Tsunami-Warnung aufgehoben

Direkt nach dem Beben hatten die chilenischen Behörden für ein Gebiet im Umkreis von 1000 Kilometer vorsorgliche Tsunami-Warnung herausgegeben und die Evakuierung von einigen Regionen an der Küste angeordnet. Etwa 4000 Bewohner von Küstenregionen um die Insel Chiloé wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Anderthalb Stunden nach dem ersten, schweren Beben wurde die Warnung aber wieder aufgehoben.

Land wird häufig von Beben erschüttert

Chile liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring - einem hufeisenförmigen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt. Hier stoßen gleich mehrere Kontinentalplatten und ozeanische Platten aneinander. Weil sie ständig in Bewegung sind, kommt es in dem südamerikanischen Land häufig zu Erdbeben.

2010 löste ein Erdstoß der Stärke 8,8 - eines der stärksten jemals gemessenen Beben - einen verheerenden Tsunami aus. Mehr als 500 Menschen kamen ums Leben, mehr als 220.000 Wohnhäuser wurden zerstört. Seither wurde in dem Andenstaat das Alarmsystem für Erdbeben und Tsunamis verbessert.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 25. Dezember 2016 um 17:00 Uhr.

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