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Michelle Obama

US-Demokraten eröffnen Parteitag

Michelle wirbt für den Mann ihres Vertrauens

Mit einem emotionalen Appell für die Wiederwahl ihres Ehemannes hat Michelle Obama auf dem Parteitag der Demokraten die Delegierten begeistert. Ihr Mann verdiene eine zweite Amtszeit vor allem, weil er die Lösung sozialer Probleme persönlich nehme. Er kenne den amerikanischen Traum, weil er ihn gelebt habe.

Von Martin Ganslmeier, NDR-Hörfunkstudio Washington, zzt. Charlotte

Barack Obama und seine Töchter
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Der Präsident blieb mit seinen Töchtern in Washington und verfolgte die Rede vor dem Fernseher.

US-Präsident Barack Obama hatte schon vor der Rede seiner Frau angekündigt, wie er den Auftritt der First Lady verfolgen würde: im Weißen Haus auf einem Sofa vor dem Fernseher - gemeinsam mit den beiden Töchtern Sasha und Malia. Und wie immer, wenn seine Frau eine Rede halte, werde er mit feuchten Augen zuschauen.

Nicht nur der Präsident - auch viele der Delegierten in Charlotte waren gerührt. Denn in ihrer sehr persönlichen Rede schilderte Michelle Obama, dass ihr Mann die schweren Entscheidungen der vergangenen Jahre nicht aus Machtkalkül, sondern aus tiefer Überzeugung und eigener Lebenserfahrung getroffen habe: "Wenn ich gefragt werde, ob das Leben im Weißen Haus meinen Mann verändert hat, dann kann ich ehrlich sagen, was seinen Charakter, seine Überzeugungen und sein Herz betrifft, ist er immer noch der Mann, in den ich mich vor vielen Jahren verliebt habe."

Michelle Obama wirbt auf Parteitag der Demokraten für Ehemann
tagesschau 20:00 Uhr, 05.09.2012, Stefan Niemann, ARD Washington

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"Barack weiß, was es heißt, wenn eine Familie kämpfen muss"

Obwohl viele Berater ihren Mann gewarnt hätten, eine Gesundheitsversorgung für alle Amerikaner sei ein politischer Fehler, habe er sie für richtig gehalten. Ein Gesetz, das Frauen gleichen Lohn für gleiche Arbeit garantiert, habe er vorangetrieben, weil er es für richtig hielt. Als Sohn einer alleinerziehenden Mutter kenne er die Sorgen und Nöte der kleinen Leute. Und in Anspielung auf den republikanischen Herausforderer und Multi-Millionär Mitt Romney sagte Michelle Obama: "Denn Barack weiß, was es heißt, wenn eine Familie kämpfen muss. Er weiß, was es heißt, wenn man mehr für seine Kinder und Enkelkinder erreichen will. Barack kennt den amerikanischen Traum, weil auch er ihn gelebt hat."

Michelle Obamas Rede begeistert
M. Ganslmeier, NDR Washington
05.09.2012 06:44 Uhr

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Tiefer Einblick in die Familiengeschichte

Den Namen des republikanischen Herausforderers Mitt Romney erwähnte Michelle Obama mit keinem Wort. Doch wie ein roter Faden zog sich durch ihre Rede die unterschiedliche Herkunft und Wertewelt beider Männer. Barack Obama sei immer noch derselbe Mann, der am Anfang seiner Karriere hochbezahlte Jobs ablehnte und stattdessen in sozialen Brennpunkten arbeiten wollte, damit die Leute wieder Jobs bekommen: "Denn für Barack kommt es nicht darauf an, wie viel Geld man verdient. Sondern darauf, ob man das Leben der Menschen verbessern kann."

Unter dem Jubel der 6000 Delegierten schloss Michelle Obama mit einem Appell, erneut den Mann zu unterstützen, dem sie zutrauen können, dieses "großartige Land" voranzubringen: "Meinen Mann, unseren Präsidenten, Präsident Barack Obama!"

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Michelle Obama auf dem Nominierungsparteitag

Michelle Obama

Applaus, als Michelle Obama die Bühne der Basketball-Arena von Charlotte/North Carolina betritt. 15.000 Menschen waren im Publikum, Millionen verfolgten die emotionale Rede der First Lady auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten vor den Fernsehern ... (Foto: REUTERS)

Videobotschaft von Ex-Präsident Carter

Für Begeisterung bei den Demokraten hatte zuvor auch der 37-jährige Bürgermeister von San Antonio, Julian Castro, gesorgt. Als Sohn mexikanischer Einwanderer beschwor er ein Amerika, das auch Einwanderern weiter Chancen bieten müsse. Mitt Romney warf er vor, seine Überzeugungen über Bord zu werfen, wenn es ihm politisch nütze. Auch der frühere US-Präsident Jimmy Carter warb für eine Wiederwahl von Barack Obama. In einer Videobotschaft an die Delegierten lobte Carter die außenpolitischen Verdienste von Präsident Obama.

Parteiprogramm verabschiedet

Zum Auftakt ihres Parteitags hatten die Demokraten ihr Parteiprogramm gebilligt. Wer über 250.000 Dollar im Jahr verdient, soll wieder einen höheren Steuersatz zahlen, der bis 2001 galt. Außerdem befürworten die Demokraten das Recht auf Abtreibung und die Ehe gleichgeschlechtlicher Partner. Außenpolitisch soll es beim Abzug der US-Soldaten aus Afghanistan im Jahr 2014 bleiben.

Stand: 05.09.2012 07:23 Uhr

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