Sonderausgabe von Charlie Hebdo | Bildquelle: AFP/ Charlie Hebdo

"Charlie Hebdo"-Sonderausgabe Eine Million Exemplare - ausverkauft

Stand: 08.01.2016 19:43 Uhr

Mit beißender Religionskritik auf dem Titel erschien die Sonderausgabe von "Charlie Hebdo" zum Jahrestag des Mordanschlags auf seine Redaktion. Eine Million Exemplare waren gedruckt - zu wenig. Die Satirezeitschrift ist ausverkauft. Jetzt wird nachgelegt.

Gott als Mörder: Ein Jahr nach dem islamistischen Anschlag auf ihre Redaktion hatte die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" am Mittwoch eine Sonderausgabe mit provokativer Titelseite herausgebracht. Unter der Überschrift "Ein Jahr danach: Der Mörder ist noch immer auf der Flucht" rennt ein blutverschmierter Gott mit Kalaschnikow über das Cover. Eine Million Exemplare waren gedruckt worden - zu wenig. Die Auflage ist bereits vergriffen. Die Nachfrage nach der Sonderausgabe sei "größer als erwartet", so die Blattmacher. Deswegen würden den Kiosken jetzt neugedruckte Exemplare geliefert.

Sonderausgabe von Charlie Hebdo | Bildquelle: AFP/ Charlie Hebdo
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Zum Jahrestag des Terroranschlags auf ihre Redaktion bringt die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" eine Sonderausgabe auf den Markt. Der Titel zeigt die Karikatur eines blutigen, bewaffneten Gotts und die Schlagzeile: "Der Mörder ist immer noch frei."

Derzeit werden wöchentlich rund 80.000 Exemplare der Satirezeitung verkauft, vor dem Anschlag am 7. Januar 2015 waren es rund 30.000 Exemplare. Nach der islamistischen Attacke stieg die Zahl der Abonnenten sprunghaft auf mehr als 200.000 an.

Schwerbewaffnete Islamisten hatten bei der Attacke auf die Redaktion der für ihre Mohammed-Karikaturen bekannten Satirezeitung zwölf Menschen getötet, unter ihnen die bekannten "Charlie Hebdo"-Zeichner Charb, Cabu, Honoré, Tignous und Wolinski. Die eine Woche nach dem Anschlag veröffentlichte Ausgabe der überlebenden Karikaturisten wurde fast acht Millionen Mal verkauft - ein Rekord in der französischen Mediengeschichte.

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