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Die vermeintliche Sensation wurde vermutlich durch einen nicht richtig funktionierenden Kabelanschluss verursacht. Im September hatte das Genfer Forschungslabor für Teilchenphysik CERN herausgefunden, dass sich winzige Elementarteilchen namens Neutrino möglicherweise schneller fortbewegen als Licht. Das wäre eine Revolution in der Teilchenphysik, denn ihr liegt die von Albert Einstein 1905 veröffentlichte Spezielle Relativitätstheorie zugrunde, nach der die Lichtgeschwindigkeit die oberste Geschwindigkeitsgrenze im Universum ist.
Nun, fünf Monate später, räumten die Physiker am Europäischen Teilchenforschungszentrum Cern mögliche Fehler ein. Vermutlich seien die ermittelten Daten das Ergebnis eines simplen Messfehlers. Kabelanschlüsse seien als mutmaßliche Fehlerquellen identifiziert worden. Das Kabel verbinde das externe GPS-Signal mit einer Kontrolluhr. Das CERN will die Experimente nun im Mai wiederholen.
Bei den möglichen Messfehlern geht es konkret um ein Gerät, das für die Synchronisierung von GPS-Daten eingesetzt wurde und eventuell nicht präzise genug funktionierte. "Er könnte zu einer Überschätzung der Flugzeit der Neutrinos geführt haben", vermuten die Wissenschaftler. Zudem steht ein möglicherweise defektes Glasfaserkabel in Verdacht, durch das die GPS-Signale an den Hauptzeitmesser übertragen wurden, was in diesem Fall zu einer Unterschätzung der Flugzeit geführt haben könnte.
Bei dem Projekt namens "Opera" war in einem unterirdischen Labor in den Abruzzen die Geschwindigkeit von Elementarteilchen gemessen worden, die im rund 730 Kilometer entfernten Cern bei Genf erzeugt worden waren. Diese sogenannten Neutrinos waren dabei scheinbar schneller als das Licht unterwegs, wenngleich nur um 0,025 Promille und damit extrem geringfügig.
Die Lichtgeschwindigkeit gilt laut Relativitätstheorie als absolute Tempogrenze des Universums. Sie wurde noch in keinem Experiment eindeutig durchbrochen.
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