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Der weltgrößte Teilchenbeschleuniger ist wieder am Start: Nach mehr als einjährigen Reparaturarbeiten haben es die Physiker erstmals wieder geschafft, Protonenstrahlen für den Bruchteil einer Sekunde in den 27 Kilometer langen Tunnel am Europäischen Kernforschungszentrum (CERN) zu schießen.
Die ersten Versuche an der größten Forschungsmaschine der Welt namens "Large Hadron Collider" hätten am Freitagnachmittag begonnen, sagte CERN-Sprecher James Gillies. Am späten Abend meldeten die Forscher dann erste Erfolge: Protonen wurden aus einer Richtung durch den Tunnel geschossen. Wenige Stunden später gelang es den Wissenschaftlern, auch einen zweiten Protonenstrahl in entgegengesetzter Richtung auf den Weg zu bringen, der entscheidende Schritt für die Protonenkollision. "Wir haben noch viel zu tun, bevor das Experiment beginnen kann", sagte CERN-Direktor General Rolf Heuer. Aber es sei großartig, dass der Strahl wieder zirkuliere.
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Nach fast 20-jähriger Bauzeit und 3,9 Milliarden Euro Baukosten war der "Large Hadron Collider" am 10. September 2008 mit einem Bilderbuchstart und unter großem Interesse der Öffentlichkeit in Betrieb genommen worden. Bereits 36 Stunden später legte eine schwere Panne im Kühlsystem den Beschleuniger lahm.
Mit der rund drei Milliarden Euro teuren Anlage an der französisch-schweizerischen Grenze wollen die Physiker dem Urknall so nahe kommen wie nie zuvor und auf diese Weise wissenschaftliche Rätsel zur Entstehung des Universums und Struktur der Materie lösen.
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