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[Bildunterschrift: Vor seiner Krankheit voll in seinem Element: Fidel Castro (Archivbild) ]
Nach fast 50 Jahren an der Staatsspitze hat der kubanische Präsident Fidel Castro seinen Rücktritt angekündigt. Der 81-Jährige werde das Präsidentenamt sowie die Armeeführung aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, heißt es in einem Bericht der Online-Ausgabe der kommunistischen Parteizeitung "Granma". "Weder strebe ich, noch nehme ich die Bürde des Präsidenten des Staatsrates und des Oberkommandierenden an", wurde Castro darin zitiert.
[Bildunterschrift: Dieses Foto zeigt Fidel Castro am 15. Januar 2008. ]
Castro hatte im Juli 2006 wegen einer schweren Darmoperation die Regierungsgeschäfte seinem fünf Jahre jüngeren Bruder Raul übertragen. Damals sah es Castro als seine Aufgabe an, das Volk "psychologisch und politisch" auf seine Abwesenheit vorzubereiten. Mit der Krankheit wurden Castros öffentliche Auftritte immer seltener. Doch er hatte sich regelmäßig in Artikeln und Videos zu Wort gemeldet. Das will er auch weiter tun: "Ich sage Euch nicht Lebewohl. Ich möchte als Soldat der Ideen weiterkämpfen". Mit dem Wort "Danke" schloss der Maximo Lider seine Botschaft in dem Parteiblatt.
Noch im Januar hatte sich Castro in die neue Nationalversammlung wählen lassen. Diese wählt am kommenden Sonntag aus ihrer Mitte den Staatsrat, der wiederum den Staats- und Regierungschef bestimmt.
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Castro, der Sohn eines spanischen Einwanderers und studierter Jurist, saß dem Staatsrat seit seiner Gründung 1976 vor. De facto führte er aber bereits seit seinem triumphalen Einzug in die Hauptstadt Havanna 1959 die Staatsgeschäfte auf Kuba. Damals stürzte er den Diktator Fulgencio Batista nach einem Guerilla-Krieg. Doch auch Castro herrschte auf der Karibikinsel mit eiserner Faust, um seine Macht zu sichern. Er wies das Militär und die Sicherheitskräfte an, hart gegen Dissidenten vorzugehen. Diese wurden drangsaliert, aus dem Land getrieben oder eingesperrt.
Zitat: "Eine Revolution ist kein Rosenbett. Eine Revolution ist ein Kampf zwischen der Zukunft und der Vergangenheit."Vor allem aber prägte der Kampf gegen die Großmacht USA das Leben des kubanischen Staatschefs. Trotz aller Bemühungen hat Washington es nicht zustande gebracht, das kleine Kuba Castros zu bezwingen, das Jahrzehnte lang von der kommunistischen Sowjetunion unterstützt wurde. Als diese Anfang der 90er Jahre zusammenbrach, stand die Insel vor dem Ruin. Doch Castro überstand auch diese Krise. Als er die Amtsgeschäfte seinem Bruder übertrug, stand er für die meisten Kubaner unbestritten an der Spitze des Landes - geliebt und gefürchtet zugleich.
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