Die russische Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi | Bildquelle: dpa

Dopingsperren aufgehoben "Wir freuen uns sehr auf unsere Sportler"

Stand: 01.02.2018 16:42 Uhr

Politiker in Moskau reagierten erleichtert, als der CAS die Sanktionen gegen russische Wintersportler aufgehoben hatte. Die Athleten könnten nun an den Spielen in Südkorea teilnehmen.

Sabine Stöhr, ARD-Studio Moskau

Vielen Russen ist nach dem Urteil des Internationalen Sportgerichtshof (CAS) eine Last von den Schultern gefallen. Als das Gericht in Lausanne dem Einspruch von 28 russischen Wintersportlern gegen ihren Olympia-Bann durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) stattgab, waren nicht nur russische Sportler erleichtert, sondern auch die Regierung in Moskau.

Unter den rehabilitierten Athleten sind Bob- und Skifahrer sowie Eishockeyspieler. Sie könnten jetzt doch an den Olympischen Winterspielen in Südkorea teilnehmen. Mehr noch: Ihre lebenslange Sperre ist aufgehoben worden. Die Beweise reichten nicht aus, so der CAS. Den Wintersportlern konnte kein Doping nachgewiesen werden.

CAS hebt Sperre für russische Wintersportler auf
tagesthemen 22:15 Uhr, 01.02.2018, Julius Richter, SWR

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Kremlsprecher fühlt sich bestätigt

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte: "Die Entscheidung des CAS zu unseren Sportlern bestätigt, dass die entschiedene Verteidigung der Rechte der Sportler unter anderem vor Gericht gerechtfertigt ist", sagte er. "Wir freuen uns sehr auf unsere Sportler." Ob sie nun an den Winterspielen in Pyeongchang teilnehmen werden, wisse er nicht. "Wir werden das mit dem IOC jetzt klären", so Peskow.

Kremlsprecher Dmitri Peskow | Bildquelle: AP
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Kremlsprecher Dmitri Peskow: "Wir freuen uns sehr auf unsere Sportler." Ob sie an den Spielen in Pyeongchang teilnehmen, müsse nun mit dem IOC geklärt werden.

Das IOC hatte insgesamt 43 russische Wintersportler von Olympischen Spielen wegen mutmaßlichen Dopings ausgeschlossen. Sie sollen bei den Spielen in Sotschi 2014 bei Tests betrogen haben. Vier von ihnen haben ihre Karriere bereits beendet.

Hajo Seppelt, ARD-Doping-Experte, zum CAS-Urteil
tagesthemen 22:15 Uhr, 01.02.2018

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"Zurück auf den ersten Platz"

Mit dem Freispruch bekommen die Sportler auch ihre Medaillen zurück. Das IOC hatte sie eingefordert, weil es die Leistungen wegen der Dopingvorwürfe nicht mehr anerkannte.

"Russland kommt zurück auf den ersten Platz", sagte der in der Regierung für Sport verantwortliche stellvertretende Premier Witali Mutko. Das Wichtigste sei, dass die Sportler ihre Ehre zurückbekommen. "Wir haben nie an ihnen gezweifelt", so Mutko. "Wenn das IOC sie jetzt nicht zu den Winterspielen in Südkorea einlädt, werden wir sie bei allen Klagen und anderen Verfahren unterstützen."

Mutko geht davon aus, dass das IOC jetzt noch schnell die entsprechenden Anträge für die Athleten stellen wird. Aber selbst wenn die freigesprochenen russischen Sportler nach Südkorea fahren können: Sie werden dort nicht als russische Sportler auftreten, sondern unter neutraler Flagge mit den Olympischen Ringen. Das hatte im Dezember das Internationale Olympische Komitee IOC beschlossen.

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne | Bildquelle: dpa
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Der Sportgerichtshof CAS in Lausanne. Elf Athleten bleiben von den Wettkämpfen in Südkorea ausgeschlossen. Ihre Sperre soll aber abgemildert werden.

Elf Athleten weiter ausgeschlossen

Auch der russische Premier Dmitri Medwedjew beteuerte die Unschuld der Sportler. "Wir haben nie gezweifelt, dass unsere Sportler ihre Medaillen verdienten, die sie in Sotschi erworben hatten. Gut, dass ihre Sauberkeit bewiesen ist", sagte Medwedjew. Nun müsse man "alles möglichst schnell dafür tun, dass die freigesprochenen Sportler alle Möglichkeiten nutzen können, die diese Gerichtsentscheidung ihnen bietet". Er wünschte "allen unseren Sportlern viel Erfolg auf Olympiade in Südkorea".

Elf der 43 Athleten bleiben allerdings auch weiter von den Wettkämpfen ausgeschlossen, die in Ende kommender Woche beginnen. Ihre lebenslange Sperre soll aber abgemildert werden.

CAS nimmt Sanktionen gegen russische Sportler zurück
Sabine Stöhr, ARD Moskau
01.02.2018 15:38 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 01. Februar 2018 um 16:00 Uhr.

Korrespondentin

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