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Affäre um Schwarzgeld
Frankreichs Haushaltsminister Cahuzac gibt auf
In der Affäre um ein Schwarzgeldkonto ist der französischen Haushaltsminister Jérôme Cahuzac zurückgetreten. Unmittelbar zuvor hatte die Staatsanwaltschaft in Paris ein Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung eröffnet. Der Minister soll früher ein Konto für Schwarzgeld bei der UBS-Bank in der Schweiz unterhalten haben. Er selbst hatte dies bisher immer bestritten.
Auch nach dem Rücktritt bezeichnete er sich in einer Erklärung als unschuldig. Mit seinem Schritt wolle er aber einen reibungslosen Ablauf der Arbeit von Regierung und Justiz sichern. Präsident François Hollande nahm den Rücktritt Cahuzacs umgehend an. Der Staatschef übertrug nach Angaben des Élysée-Palastes Europaminister Bernard Cazeneuve die Zuständigkeit für den Budgetbereich im Finanzressort unter Minister Pierre Moscovici.
Stimme auf Tonband erkannt
Nach Informationen der Nachrichten-Webseite Mediapart soll Cahuzac das Schweizer Konto 2010 aufgelöst und die Mittel auf ein Konto in Singapur übertragen haben. Cahuzac ist im zivilen Leben Schönheitschirurg und Besitzer einer Spezialklinik in Paris. Nach eigenen Angaben hat er "weder jetzt noch früher" ein Konto im Ausland gehabt.
Die Affäre dreht sich unter anderem um einen Telefonmitschnitt, bei dem es um das UBS-Konto gehen soll. Laut jüngsten Angaben der Staatsanwaltschaft wollen drei Zeugen darauf die Stimme von Cahuzac erkannt haben. Zudem soll eine technische Analyse die These stützen, dass der Minister in der Aufnahme zu hören ist.
Haushaltsminister soll Schwarzgeldkonto geführt haben
A. C. Heckmann, ARD Paris
19.03.2013 21:23 Uhr
Stand: 19.03.2013 21:00 Uhr
