Ein Feuerwehrmann steht vor dem ausgebrannten Bus auf der Autobahn 4 nahe Verona. | Bildquelle: AP

Unfall nahe Verona 16 Tote bei Busunglück in Italien

Stand: 21.01.2017 14:53 Uhr

Bei einem Busunfall nahe Verona in Italien sind 16 Menschen ums Leben gekommen. Das Fahrzeug mit Schülern aus Ungarn sei auf dem Rückweg von einer Reise nach Frankreich gewesen, als es in Flammen aufging, teilte die Polizei mit. 28 Reisende wurden verletzt.

Bei einem schweren Busunfall auf der Autobahn 4 nahe der italienischen Stadt Verona sind nach Angaben der Feuerwehr 16 Menschen ums Leben gekommen. 28 Insassen des ungarischen Reisebusses wurden teils schwer verletzt, wie Polizeikommandant Girolamo Lacquaniti sagte. Der Bus sei aus Frankreich kommend kurz vor Mitternacht bei Verona von der Autobahn abgekommen, gegen einen Pfeiler gekracht und in Flammen aufgegangen.

Technischer Defekt oder Sekundenschlaf?

Nach Angaben des ungarischen Außenministeriums befanden sich 56 Menschen an Bord des Busses, neben Schülern eines Budapester Gymnasiums und einigen Eltern und Lehrern auch zwei Busfahrer. In den Unfall seien keine weiteren Fahrzeuge verwickelt gewesen, sagte Lacquaniti. Das lasse darauf schließen, dass der Busfahrer in einen Sekundenschlaf fiel oder das Fahrzeug wegen eines technischen Defekts von der Straße abkam. Die Autobahn wurde mehrere Stunden für die Rettungsarbeiten gesperrt.

Ungarns Außenminister Peter Szijjarto drückte seine Anteilnahme für die Opfer aus. Der Minister versprach, die Regierung werde sämtliche Reisekosten für den Heimtransport der Überlebenden und die Eltern übernehmen, die zum Unglücksort fahren wollten. Die Gruppe hatte in Frankreich an einem Skikurs teilgenommen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel reagierte mit Bestürzung. Die Kanzlerin habe den Ministerpräsidenten Ungarns, Viktor Orbán, und Italiens, Paolo Gentiloni, ihr Beileid übermittelt, teilte die Bundesregierung mit.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. Januar 2017 um 17:00 Uhr.

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