Busunglück in Hongkong | Bildquelle: ALEX HOFFORD/EPA-EFE/REX/Shutter

Hongkong Tote bei Doppeldecker-Unglück

Stand: 10.02.2018 16:02 Uhr

Beim Sturz eines Doppeldecker-Busses sind in Hongkong mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende Menschen wurden verletzt. Offenbar war der Bus zu schnell unterwegs.

Bei einem Busunglück in Hongkong sind mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden. Ein Doppeldecker fiel im Vorort Tai Po auf die Seite, schlitterte über den Boden und prallte dann offenbar gegen eine Laterne. Bilder von der Unglücksstelle zeigten, dass das Dach des Busses abgerissen war. Rettungsskräfte versuchten, überlebende Passagiere aus dem Wrack zu befreien.

Bei den Todesopfern handele es sich um 15 Männer und drei Frauen, sagte eine Polizeisprecherin. Es war von 47 Verletzten die Rede. 19 davon zogen sich nach Angaben der Krankenhausbehörde schwere Verletzungen zu.

Berichte über überhöhte Geschwindigkeit

Zu den Unfallursachen äußerte sich die Polizei zunächst nicht. Der Bus sei "sehr viel schneller als normal gefahren", sagte ein überlebender Passagier der Online-Ausgabe der "South China Morning Post". Die Nachrichtenseite "Apple Daily" zitierte Überlebende, denen zufolge der Busfahrer aufs Tempo gedrückt hatte, nachdem sich Fahrgäste über die Verspätung beschwert hätten.

Der öffentliche Nahverkehr der Millionenmetropole gilt als relativ sicher und effizient. Das bisher schlimmste Busunglück in Hongkong ereignete sich 2003, als ein Doppeldecker-Bus nach der Kollision mit einem Laster von einer Brücke stürzte. Dabei starben 21 Menschen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. Februar 2018 um 05:00 Uhr.

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