Nkurunziza will die Macht nicht abgeben und gefährdet damit den Frieden im Land (Archiv). | Bildquelle: dpa

Wahlen in Burundi Der umstrittene Präsident bleibt

Stand: 24.07.2015 17:23 Uhr

Seine Kandidatur war umstritten, der Wahlkampf überschattet von Protesten und massiver Gewalt. Nun ist klar, Pierre Nkurunziza bleibt mit 69 Prozent der Stimmen Präsident in Burundi. Es ist Nkurunzizas dritte Amtszeit. Laut Verfassung sind nur zwei erlaubt.

Amtsinhaber Pierre Nkurunziza hat Präsidentschaftswahl in Burundi gewonnen. Für ihn stimmten nach Angaben der Wahlkommission 69 Prozent der Wähler in dem afrikanischen Land.

Nur zwei Amtszeiten erlaubt

Nkurunziza hatte zum dritten Mal als Präsident kandidiert, obwohl die Verfassung Burundis nur zwei Amtszeiten vorsieht. Doch er hatte argumentiert, er sei beim ersten Mal nicht vom Volk, sondern vom Parlament gewählt worden. Das Verfassungsgericht bestätigte ihn darin.

Massive Proteste

Im Wahlkampf war es immer wieder zu gewaltsamen Protesten gekommen, bei denen mehr als 100 Menschen getötet worden waren. Mitte Mai waren Teile der Armee mit einem Putsch gescheitert. Die Regierung Nkurunziza war massiv gegen ihre Gegner vorgegangen. Fast 200.000 Menschen flohen in Nachbarländer.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 24. Juli 2015 um 17:30 Uhr.

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