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[Bildunterschrift: Tausende Demonstranten forderten: "Es hat sich ausgetanzt". ]
Mehrere tausend Menschen haben am Abend in Wien gegen den umstrittenen Burschenschafterball in der Hofburg demonstriert. Nach Angaben der Polizei wurden 20 Teilnehmer festgenommen, darunter auch ein Deutscher. Er soll Sprengstoff bei sich geführt haben. Die meisten Demonstranten wurden im Laufe der Nacht wieder freigelassen.
Zu den Protesten unter dem Motto "Es hat sich ausgetanzt" hatten mehrere Organisationen aufgerufen, darunter auch die die israelitische Kultusgemeinde. Organisiert wurde der Ball von der Dachorganisation einer Reihe akademischer Burschenschaften, darunter auch deutsch-national gesinnte Gruppierungen. Die Demonstranten sehen in der Veranstaltung in der Hofburg ein Treffen internationaler Rechtsextremisten.
Besonders erzürnte sie die Tatsache, dass der Ball, der jährlich stattfindet, diesmal am internationalen Gedenktag für den Holocaust stattfand. Zudem waren mehrere rechtspopulistische Politiker zu dem Treffen eingeladen, unter anderem die Chefin der französischen Front Nationale, Marine Le Pen, der schwedische Abgeordnete Kent Ekeroth und der flämische Nationalist Philip Claeys. Auch Vertreter der deutschen NPD waren zu dem Ball geladen.
Der Ball fand zum 59. Mal statt. Im kommenden Jahr wird er aber vermutlich nicht mehr in der Hofburg stattfinden. Aufgrund der zunehmenden Proteste sagte die Betreibergesellschaft des früheren Habsburger-Schlosses die Veranstaltung für die Zukunft ab.
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